Archiv nach Kategorien Feuilleton
Feuilleton: Befreiungsgeschenk
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Die Mitteldeutsche Zeitung pflegt einen Duktus, den wir 23 Jahre lang schmerzlich vermißten:
Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt hat am 67. Jahrestag der Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus ein neues Programm zur Stärkung der Demokratie und des Engagements gegen Rechtsextremismus verabschiedet.
Feuilleton: Knast gegen das Vergessen
+++ Eine Hommage an Justitia +++
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Dr. Frank Kretzschmar
Ob der tiefgläubige John Demjanjuk, der am 17. März 2012 einsam im bayrischen Pflegeheim zu Bad Feilnbach starb, bis zuletzt für seine Häscher Amtsrichter Thomas WALTHER aus Wangen, Staatsanwalt Hans-Joachim LUTZ und Richter Ralph ALT, München, sowie Nebenklägervertreter Cornelius NESTLER, Köln, betete? Sie könnten es, vor ihrem Hohen Richter stehend, brauchen. Weiterlesen »
Feuilleton: Gras drüber?
+++ Einhelligkeit wegen Gleichschaltung +++
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Dr. Frank Kretzschmar
Denkste. Erst, wenn GRASS final zerwulfft ist. Und dass, obwohl er „dichtete“: „Jetzt aber, weil aus meinem Land, das von ureigenen Verbrechen, die ohne Vergleich sind…“ Und: „Weil ich meinte, meine Herkunft, die von nie zu tilgendem Makel behaftet…“ Was von den „Verbrechen ohne Gleichen“ und dem „nie zu tilgenden Makel“ bliebe, dürfte man frei forschen, reden und schreiben, ist zu erahnen, dass GRASS trotz seines sich in Schuld-Scham-und-Schande-Suhlens derart zur heißen Kartoffel ward, nicht. Weiterlesen »
Feuilleton: Prinzip verstanden
+++ 60000 Rumänen singen „Lustig ist das Zigeunerleben“ +++
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Dr. Frank Kretzschmar
Die Geschichte ist schnell erzählt. VOLKER, in Berlin gestrandeter Bauarbeiter, lernte an einer Neuköllner Döner-Bude einen Rumänen kennen, der ihn in sein Roma-Dorf Fantanele einlud, wo er sich in die Schwester des Gastgebers verliebte, diese heiratete und mit nach Berlin nahm. Aber hallo. Zu zweit hartz-IV-t sich´s besser. Kaum dass Rumänien 2007 EU-Mitglied ward, reisten erst MARIAN, Volkers ältester Schwager, dann die Schwiegereltern, weitere Geschwister seiner Frau, deren Kinder, Cousins, Cousinen, Nachbarn, Freunde, Bekannte, bald das ganze Dorf nach. Weiterlesen »
Feuilleton: Kiel im induzierten Antifa-Irresein
+++ Kein Ort für NEONAZIS +++
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„Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus.” Ignazio Silone (1900-1978)
Dr. Frank Kretzschmar
Mal unterstellt, zu KIEL triebe noch immer dieser oder jener sein Wesen, der rummäkelt, dass im an seinem Steuer-Tropf hängenden Griechenland Blindengeldempfänger genau hingucken, wenn sie ihre Behinderungs-Stütze abfassen, 20.000 seit 2010 uns zugelaufene Ex-Jugos aus voller Brust, „lustig ist das Zigeunerleben“ schmettern und sich alsbald die Schicksalsfrage stellt: ein Liter Benzin oder Rotwein zum gleichen Preis? Wie jetzt?! Weder Topflappen gegen rechts gehäkelt noch Kirschkerne für „bunt satt braun“ gespuckt? Am 23. Februar, anlässlich der NSU-Opfer-Schweigeminute nicht die Schuld-, Scham- und Schande-Schnute gezogen? Hah! Umzingelt und enttarnt Hundsfott: NEONAZI! Weiterlesen »
Feuilleton: Fastnacht im Führerbunker, Volkstum unter Feindbeschuss
+++ „Zeitgeschichte“ im SPIEGEL +++
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Dr. Frank Kretzschmar
SPIEGEL Nr. 4/12, S.106 „Zeitgeschichte“ – Michael Wulzinger: „KAMPF DER FARBEN. Beim Weitsprung der Olympischen Spiele 1936 in Berlin sollen der Deutsche Lutz Long und der US-Athlet Jesse Owens Freunde geworden sein. Alles nur Legende?“ Vorbemerkung: Ehe nicht immer und überall alles und jeder, der zwischen 1933 und 1945 sein Wesen trieb, mit Kaskaden von Jauche besudelt und im Kot begraben ist, geben ganze Heerschaaren von Historikern, Soziologen, Literaten, Journalisten oder wer auch immer, ihrer werden, wie der Holocaust-Überlebenden, ständig mehr, im Sold der politisch korrekten Berufslüge steht, kah Ruh. Wie auch, leiten sie davon doch ihre jämmerliche Existenz, Macht, Pfründe und Prestige her. Weiterlesen »
Feuilleton: Die nordafrikanischen Revolutionen
+++ Eine „Hommage“ an die Berichterstattung des SPIEGEL +++
Dr. Frank Kretzschmar
Die gute Nachricht zuerst: Nach Algerien ließen sie Reporter Alexander SMOLTCZYK, der sich auf die Socken machte, um zu erkunden, was die Revolution den Maghreb-Staaten denn Feines brachte, erst gar nicht rein. Die Botschaft erteilte ihm „…kein Visum, weil die Berufsbezeichnung Journalist im Pass vermerkt war“: So ein SPIEGEL-Mensch ist eben nicht von dieser Welt, da steht die Profession glatt im Passaporte. Nach Marokko kam er trotzdem rein und erkannte am Kilometer Null des „Dakar-Kairo-Highway“, an der Mittelmeerküste vorgeblich „Transmaghrébine“ genannt, bedeutungsschwer wie sinnentleert: „Autobahnen sind wie Revolutionen. Niemand weiß genau, wo sie anfangen und wo sie enden.“ Weiterlesen »
Feuilleton: Wulffiwitsch
+++ Wulffiwitsch besser als Russenhitler Putin +++
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Rußland ist eine totalitäre Diktatur und Wladimir Iljitsch Putin der neue Russenhitler. Wahlfälschung gehört in diesem für bundesdeutsche Weißwurstäquatorianer mysteriösen Gebiet („irgendwo zwischen Taiga und Tschernobyl“) ebenso zum tristen Alltag, wie die Verfolgung von braven Oppositionellen. Kritische Menschen, die dem Regime im Weg sind, werden inhaftiert, wie etwa Michail Chodorkowskij, Sergej Udalzow, Horst Mahler oder Ilja Jaschin. Dennoch behauptet Wladimir Putin, dieser „Irre von Moskau“ (BILD), in Russland gäbe es keine politischen Gefangenen. Dabei ist bekannt, daß in Rußland sogar Journalisten als Oppositionelle verfolgt werden … in echten Demokratien hingegen ziehen Journalisten gegen Oppositionelle vom Leder. Weiterlesen »
Feuilleton: Vom Beichtstuhl in den Rückfall-Knast
+++ Zum SPIEGEL Nr. 8 / 18.2.12 S.18 „Rückfällige Gläubige“ +++
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Dr. Frank Kretzschmar
Nicht mehr lange, bleibt zu befürchten, es lässt nämlich vom rechten … äh … linken Glauben abfallen, kann jeder nachlesen und ausrechnen, dass Ausländer seit der Wende 7500 Deutsche abmurksten und 3 Millionen, von A wie Armbruch bis Z wie Zwerchfell-Riss, eine drüber zogen. Mehr als sechs Abgemurkste und 2.500 Drübergezogene pro Woche. Döner-Morde? Pah. Zehn Tage statt sechs Jahre. Die gute Nachricht: In Sachsen-Anhalt gab es 2010 zwar 80 GEWALTTATEN, die man den Rechten in die Springersteifel schob, aber nur 2.500 von „nichtdeutschen Täter“ begangene. Im Nachbarland Hessen ist das Verhältnis 30 zu 16.000. Während in Sachsen-Anhalt also jeder 32. Knock-Out Neonazi-handgemacht war, schickte der Neo in Hessen den Gutmensch erst nach 533 Ausländer-Klatschen auf die Bretter. Was für eine Kulturbereicherung! Weiterlesen »
Feuilleton: Pest, Cholera und “Geistesschärfe”
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Geistesschärfe
oder
Zur Gesellschafts-Pest die Naturwissenschafts-Cholera
Dr. Frank Kretzschmar
Spätestens seit VERBEET im SPIEGEL 4/24.1.11 S.32 ff dem deutschen Pisa-Chef Prof. Dr. PRENZEL mit einer säuselnd-säuernden Soft-Befragung, politisch korrekt bis ins tiefrote Mark, um den Bart ging, sollte man Interviews zu gesellschaftswissenschaftlichen Thema meiden, wie der Teufel das Weihwasser: SPIEGEL: „Können Sie wenigstens das Vorurteil bestätigen, dass früher alles besser war und die Schüler schlauer?“ Damit Münchhausen auch ja nicht von der Kanonenkugel rutscht, legt ihm Verbeet das VORURTEIL also gleich in den Mund. Prenzels Antwort ist danach: „Die deutschen Schüler waren allenfalls mittelmäßig.“ Diesem Mittelmaß geschuldet, Deutsch war Wissenschafts-Weltsprache, heimste das Deutsche Reich zwischen 1901 und 1919 achtzehn Naturwissenschafts-Nobelpreise ein. Weiterlesen »
Raus aus den Schulden – Peter Zwegat for President
+++ Was wäre, wenn…? +++
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(ak). Erstaunlich schnell haben sich die etablierten Parteien auf einen neuen „Kandidaten“ für das Amt des Präsidenten der BRD geeinigt. Ein wenig mußte die Kanzlerin die „Zicke spielen“ – dann war alles klar. Über den Ausgang dieser Wahl braucht man sich keine Gedanken machen. Die erforderlichen Mehrheiten sind durch die Vertreter der Regierungsparteien und der aktuellen, sogenannten „Opposition“, sowie gewissenhaft ausgewählte Gäste gesichert. Kandidaten, die möglicherweise noch von der Linken (PDS/SED) oder der NPD eingebracht werden, werden nicht einmal andeutungsweise Beachtung finden. Bestenfalls wird man ihnen einige höhnische Pressenotizen nachwerfen. Weiterlesen »
Feuilleton: Klimaretter
♦ vertont ♦ Vor elf Jahren war es amtlich: „Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben“. So teilte der vielgepriesene Klimawissenschaftler Prof. Dr. Mojib Latif im Jahr 2000 mit [1], und der Weltklimarat beschloß eine jährliche kontinuierliche Steigerung der Erderwärmung bis zum Hitzekollaps im Jahr 2100. Eine ganze Sparte des Unterhaltungsfilms zehrt seitdem von der induzierten Hysterie, mal schwimmen die Polarkappen über Bangladesh, mal erfriert New York bei minus Hunderten Grad, mal jagen Tornados durch Berlin und ein andermal retten Aliens die Menschheit vor deren selbstgemachten Unwettern. Weiterlesen »
22 Jahre alte Pommes frites sind 2000 Euro wert
+++ Pommes frites als Geldanlage? +++
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München (cw). Für den Verlust von einigen Pommes frites aus dem Jahre 1990 muss eine Galeristin 2.000 Euro zuzüglich Zinsen an einen Künstler bezahlen. Das entschied das OLG München am Donnerstag und hob damit ein Urteil aus erster Instanz auf. Da die 22 Jahre alten und inzwischen verschollenen Pommes frites nicht aufbewahrt wurden, hat die Kunstgalerie gegen ihre Aufbewahrungspflicht verstoßen.
Feuilleton: Giftpilze
Im Jahr 1938 publizierte der Stürmer-Verlag das antisemitische Buch Der Giftpilz. Auf dem Titel prangen Giftpilze und inhaltlich wird ordentlich über Juden vom Leder gezogen. Im Jahr 2012 publizierte die Heinrich-Böll-Stiftung das antifaschistische Buch Braune Ökologen. Auf dem Titel prangen Giftpilze und inhaltlich wird ordentlich über Nazis vom Leder gezogen. Soweit die Seelenverwandtschaft. Weiterlesen »
Feuilleton – Nicholson Bakers „Haus der Löcher“
Zur SIEGEL-Rezension von Georg Diez
Dr. Frank Kretzschmar
Ach, wie innig hoffte ich, dass mit Charlotte Roches Bestseller FEUCHTGEBIETE – „Dass ich in Muschisachen so gesund und in Arschsachen so verkrampft bin, liegt daran, dass mir meine Mutti ein riesen Kackproblem angezüchtet hat“ – der literarische Ekel-Zenit ein für allemal überschritten sei, zumal sich Sackratte-Charlys Schicksal – „Außerdem habe ich schon viele Jahre, von fünfzehn bis heute, mit achtzehn, trotz eines wuchernden Hämorriden-Blumenkohls sehr erfolgreich Analverkehr“ – auch arschsachenmäßig zum Guten wendete. Weiterlesen »
Parteitag der Grünen – Im Grünen nichts Neues
Kommentar von Gerhard Bauer
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Die Grünen wollen die Plastiktüte verbieten; sie sind der Meinung, Deutschland sei reif für eine neue Verfassung und die Grünen, die mitbeteiligt waren an der Senkung des Spitzensteuersatzes, wollen diesen nun aus der Opposition heraus wieder erhöhen. Gelobt sei das Kurzzeitgedächtnis. Warten wir mal ab, bis sie wieder am Drücker sind. Weiterlesen »






