Die Quersumme – Kolumne von Hans Püschel
Am 30. Mai ist der Weltuntergang… – so haben wir als Kinder gesungen. Na gut, die reale Welt ist nicht untergegangen, aber zumindest die des deutschen Rechtsstaates. Kann man doch im Berliner Kurier lesen, daß am 4. November 2o11, eine Stunde nachdem die angeblichen NSU-Torroristen Mundlos und Böhnhardt tot in ihrem brennenden Wohnwagen gefunden wurden, die dritte angebliche Terroristin Beate Zschäpe von einem Handy des sächsischen Innenmisnisteriums angerufen wurde!
Danach ist sie vier Tage auf der Flucht. War es eine Warnung, ihr Handy abzuschalten wegen der Ortungsmöglichkeit, daß irgendetwas schief gegangen ist mit ‘ihrer’ Truppe? Wollte jemand verhindern, daß sie zu schnell gefunden wird. Zeit gewinnen für den dritten „Selbstmord“? Die Geschichte deckt sich mit der Erkenntnis, daß der Chemnitzer NSU-Unterstützer Jan W. laut Protokoll des Thüringer Untersuchungsausschusses mehrfach eine Nummer im Innenministerium angerufen hat, von der ihm wiederholt Waffen zugasagt wurden! Genau dies besagen die abgehörten Telefonate.
Aus dem Ministerium wurden dem NSU Waffen zugesagt!
Da wird der Hund in der Pfanne verrückt – würde man landläufig sagen. Wurde also die ganze Terrortruppe regierungsseitig angeleitet und gesteuert? Das ganze geplant von deutschen Behörden? Laut Kurier will die sächsische Landtagsabgeordnete Kerstin Köditz am kommenden Dienstag im Innenausschuß Klarheit und Auskunft verlangen. Vermutlich wird sie alles Mögliche bekommen, nur das nicht.
Frau Bundeskanzlerin und Herr Innenminister! Ist diese NSU-Mordserie also im Regierungsauftrag inszeniert worden?
Wer ist der ‘Führungsoffizier’? Denn anders als bei der Stasi ist’s ja wohl nicht abgelaufen. Gut, aus Ihrer staatspolitischen Sicht war es ein voller Erfolg, denn die NPD konnte dadurch erfolgreich diffamiert und wahlgeschädigt werden. Aber sind 10 Menschenleben und die zerstörte staatliche Reputation derartiges wert? Wer soll in diesen Staat und seine Sicherheitsorgane noch Vertrauen haben?
Der deutsche Staat verübt oder beauftragt Morde an den eigenen Bürgern?
Wie sollte man die Fakten anders deuten? 11,3o Uhr fanden Polizisten den Wohnwagen, dann brannte dieser; die Eisenacher Feuwerwehr mußte kommen und löschen; dann die beiden verbrannten Leichen identifizieren und nach 41 Minuten, also 12.11 Uhr, erfolgte bereits der erste Anrufversuch an Beate Zschäpe! So schnell? Hat da vielleicht jemand vorher gewußt, wer in dem Wohnwagen war, vielleicht sogar, wer für den Tod der Beiden verantwortlich ist? Dann folgen weitere 17 vergebliche Anrufe an Zschäpe. 18.13 Uhr kommt der letzte
Anruf aus dem Lagezentrum der Polizeidirektion Südwestsachsen!
An Beate Zschäpe? Die gesuchte Terroristin? Wo doch angeblich jahrelang vergeblich nach ihr gefahndet wurde. Was will unsre Regierung uns hier vorgaukeln? Was läuft da ab und ist geschehn? Ich denke, die Bevölkerung hat ein Recht, sofort und vollständig Aufklärung zu bekommen. Aber was sagen die deutschen Staatsmedien? Gleichgeschaltete Ruhe und Unkenntnis. Noch am 29. Mai abends betete in der ARD ein sogenannter Rechtsextremismus-Sachverständiger seinen Kommentar zur richterlichen Freilassung zweier NSU-Unterstützer herunter. Und verwies aber zum Schluß darauf, daß Beate Zschäpe im Herbst angeklagt würde. Da hatte der Herr ‘Sachverständige’ wohl keine Ahnung vom aktuellen Geschehen oder wollte sie nicht haben. Wollen wir hoffen, daß Beate Zschäpe im Herbst noch am Leben ist!
Hoffentlich hat sie keine Wanne zur Verfügung, damit sie darin keinen ‘Selbstmord’ begehen kann. Sicherheitshalber noch eine Wache vor der Tür aufstellen! Mitunter soll es ja gewalttätige Mitgefangene geben, die es besonders auf Terroristinnen abgesehen haben und dafür zur ‘Strafe’ bestens in der Therapie untergebracht werden. Auf jeden Fall wird uns der 30. Mai 2012 stets in Erinnerung bleiben als der mahnende Tag,
an dem sich die Bundesrepublik als Mordauftraggeber bloßgestellt hat!
Siehe dazu auch:
NSU-Morde: Zschäpe erhielt Anruf aus sächsischem Innenministerium
Erste angebliche NSU-Unterstützer aus Haft entlassen
NSU-Untersuchungskommission: Arbeit des Verfassungsschutzes „sehr belastendes Kapitel“
NSU: Untersuchungsberichte über Verfassungsschutz dürfen nicht eingesehen werden
NSU: Vater beschuldigt Verfassungsschutz
Weitere Kolumnen von Hans Püschel:
Ihr sollt das Salz der Erde sein!
Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?
Der ESM – die größte Ermächtigung aller Zeiten?
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Autorenportrait: Hans Püschel, Jg. 1948, ist Diplom-Betriebsingenieur (FH) und Ortsbürgermeister von Krauschwitz in Sachsen-Anhalt. Von 1990 bis 2010 war er Mitglied der SPD. Mit dem Bekenntnis „Ja, ich denke national!“ beendete er Ende 2010 seine Mitgliedschaft bei den Sozialdemokraten, die seiner Meinung nach eine politische Entwicklung zu Ungunsten des deutschen Volkes genommen haben. Er kam damit einem bereits eingeleiteten Parteiausschlussverfahren zuvor. Im Zuge seiner daraufhin erfolgten Annäherung an NPD-nahe Kreise, schloss ihn der Gemeindekirchenrat Teuchern als Mitglied und Kirchenältesten aus. Seit 2011 ist Hans Püschel ständiger Kolumnist der KOMPAKT-Nachrichten.
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Noch immer warte ich auf die Beweise, dass die beiden Männer namens Uwe die Morde begangen haben, denn da kam bisher garnichts: Keine Bekennerschreiben, keine DNA-Spuren am Tatort, keine Augenzeugen, keine Fingerabdrücke auf den Tatwaffen.
Dafür gibt es aber haufenweise Verbindungen zu Geheimdiensten, und eine insgesamt unglaubwürdige Geschichte. Und einen Staatsakt zur Schaffung einer neuen Keule gegen alles Deutsche. Den gab es auch.
Aber die Leichen sind unstrittig vorhanden, davon gehe ich in diesem Fall aus, und die Todesursache ist Schussverletzung, ganz eindeutig, das stimmt wohl auch.
Das ist ja immerhin schon Mal ein Fortschritt
@Rolf:
Die wird es nie geben, da dieses NSU-Märchen einzig zum Ziel hatte, den Krampf gegen rechts zu intensivieren und den Mob aufzuhetzen.
Wie dumm aber auch, dass sich die beiden Uwes erschossen haben (sollen) und sich nicht mehr wehren können…
Wenn Beate Zschäpe wirklich verhandelt wird, müßten auch die Morde an den beiden Uwes behandelt/bewiesen werden.
Und einer muß ja mindestens ermordet worden sein, obwohl niemand die Schüsse gehört hat (Karabiner!), die Polizisten nur zwei Knalle (so wie sie wohl selber …) und die Einschußlöcher in der Hauswand wurden auch nicht gefunden. Und wenn der Verteidiger das knackt (die Selbstmordthese), dann kippt er damit auch die ganze angebliche Mordserie, also die terroristische Vereinigung.
Die Erkenntnisse die mittlerweile zu Tage gefördert wurden, in ihrer Gesamtheit, lassen einem schon Übelkeit hochkommen. Dass sich die Lage für deutsche staatliche Strukturen (welche anscheinend Mitglieder die NSU angeleitet haben und seeeehr lange über die NSU Bescheid wussten) zuspitzt, ist unübersehbar.
Außerdem wird man sicherlich die Frage stellen müssen, wenn Teile der deutschen Behörden eingeweiht waren und das über scheinbar sogar längere Zeit, wieso diese es nicht verhindert haben, dass Menschen getötet wurden, Menschen verletzt wurden, Bomben gezündet wurden, Raubüberfälle begangen wurden usw. – Die rechtliche Konsequenz aus diesem “Wegschauen” dürfte jetzt schon feststehen, ich denke mal dass der Gesamtfall jetzt erst richtig ins Rollen kommt – und ob die drei Clowns der NSU die einzigen sind, ist noch eine ganz andere Frage.
Tut mir leid, aber dies erinnert mich stark an Gladio-Netzwerke – dachte eigentlich diese Zeiten des staatlichen Terrors unter falscher Flagge (Strategie der Spannung) wären vorbei, es scheint leider nicht so zu sein.