Niederlande: Wilders lässt Regierung platzen

+++ Einsparungen zu Gunsten der EU von PVV abgelehnt +++

♦ vertont ♦

Amsterdam (DE). Den Niederlanden stehen aller Wahrscheinlichkeit nach Neuwahlen bevor. Grund dafür ist das Scheitern der Haushaltsverhandlungen zwischen der niederländischen bürgerlich-liberalen Minderheitsregierung und der islamkritischen PVV von Geert Wilders. Die Mitte-Rechts-Koalition unter Ministerpräsident Mark Rutte habe sich nicht mit der von Wilders geführten PVV über Einsparungen von 14 bis 16 Milliarden Euro einigen können, berichteten am Samstag niederländische Medien, die sich selbst auf anonyme Quellen beriefen.

Wilders sei nicht bereit gewesen, die negativen Auswirkungen der Einsparungen auf die Kaufkraft zu akzeptieren, berichtete der Fernsehsender NOS. Die Einschnitte sollen sicherstellen, dass die Niederlande das Defizitziel der Europäischen Union von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts nicht verfehlen.

Siehe dazu auch:

Prozess gegen Islamgegner Wilders wird fortgesetzt

Höchster Anstieg an Steuerabgaben seit 17 Jahren

Bundesregierung will bis zu 290 Milliarden für Euro-Rettung zahlen

Schreibe einen Kommentar