Moralapostel Grass wird selbst zum „Antisemiten“

Kritisches Gedicht sorgt für Wirbel in gleichgeschalteten Medien

♦ vertont ♦

(tg). Wer Kritik an der Politik Israels öffentlicht äußert, sorgt in Deutschland bekanntermaßen für Trubel. Selbst die Moralapostel der Nation, insbesondere wenn es um „Nazi-Fragen“ geht, müssen gelegentlich jene Medizin schlucken, die sie dem eigenen Vaterland jahrzentelang verabreichten. Diese Erfahrung macht dieser Tage Günter Grass, der in seinem neuen Gedicht die Außenpolitik Israels kritisch hinterfragt und schreibt: „…geliefert werden soll, dessen Spezialität darin besteht, allesvernichtende Sprengköpfe dorthin lenken zu können, wo die Existenz einer einzigen Atombombe unbewiesen ist“. Gemeint ist die deutsche Waffenlieferung eines Atom-U-Bootes nach Israel, um einen in Planung befindlichen Krieg gegen den Iran zu unterstützen.

Grass lässt in dem Gedicht endlich einmal die Hüllen fallen und nennt Ross und Reiter: „Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden“. Was für die meisten politischen Beobachter als bekannt gilt, löst unter den kritiklosen und pro-westlichen Medien eine Welle der Empörung aus. HandelsblattOnline fragte zu diesem Thema Dieter Graumann, seines Zeichens Vorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland, der völlig unvoreingenommen und objektiv zu berichten weiß: „Wer antisemitisch agitiert, wer judenfeindlich argumentiert, wer antisemitische Klischees zuhauf verwendet - was wäre der denn anderes als ein Antisemit?Oberjude Graumann kennt Grass genau und weiß auch das „Pamphlet aus Hass und Hetze“ entsprechend einzuschätzen: „Günter Grass hat zwar die Waffen-SS verlassen. Aber offenbar hat die Judenfeindschaft der Waffen-SS Günter Grass doch niemals verlassen“

Gegenüber SpiegelOnline sagte der israelische Historiker Tom Segev, dass das lange Schweigen Günter Grass’ zu seiner Mitgliedschaft bei der Waffen-SS letztlich die Motivationsgrundlage dieses Gedichtes sei. Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rolf Mützenich, kommentierte das Gedicht seines ehemaligen Pateigenossen im Kölner Stadtanzeiger: „In dem Text geht die Gefahr ausschließlich von der Atommacht Israel aus“. Moralapostel Grass, der selbst 1966 zur Wahl Kurt Georg Kiesingers zum Bundeskanzler äußerste: „…[wie können] Sie, der Mitläufer von damals, es wagen, heute hier die Richtlinien der Politik zu bestimmen?“, wird nun selbst das Opfer jener vorpolitischen Kulturarbeit, die er selbst als Quasi-Häuptling zu verantworten hat.

Siehe dazu auch:

Israels „Präventivschlag“ – So könnte das Vorgehen gegen den Iran aussehen

Ahmadinedschad: „Atomwaffen sind unmoralisch“

Die Einkreisung des Iran

US-Geheimdienst hat keine Beweise für iranische Atombombe

14 Kommentare von "Moralapostel Grass wird selbst zum „Antisemiten“"

  1. HeinrichKunze's Gravatar HeinrichKunze
    6. April 2012 - 02:42 | Permalink

    Das gleichzeitige, scheinbar von jedem selbst kommende, teils geheuchelte, gemeindschaftliche Aufheulen der politisch korrekten Medien,-und Politmeute ,ist nun mal ihr Zusammengehörigkeitsritual. Wer nicht mitheult wird aus der Meute rausgebissen.
    Aber keine Sorge, Herrn Grass, als Mitglied dieser “Gesellschaft”, wird so schnell nichts passieren.
    Wahrscheinlich ist das der willkommene Testballon um die Standfestigkeit der BRD-Politiker an der Seite Israels im kommenden Irakkrieg zu prüfen.

  2. Meckerer's Gravatar Meckerer
    6. April 2012 - 07:21 | Permalink

    @H. Kunze.

    Richtig, hätte das jemand von der NPD gedichtet wäre die Empötung nivht mehr auszuhalten. Aber Herr Grass ist schon zu alt als das man ihn ernst nimmt, ich nicht, für mich ist immer noch Natzieh auch wenn er bei der SPD trommelt…. Man gibt sein Pos. auch im Umerziehungslager und -Sydtem BRD nicht auf. Alles andere ist Lüge seit 1945.

  3. Gerald Müller's Gravatar Gerald Müller
    6. April 2012 - 09:08 | Permalink

    Das Interview des “Irren aus der Anstalt ARD” Burow mit G.Grass nehme ich mittlerweile schon als Satire wahr. Aber anderswo ist die Dekadenz noch weiter fortgeschritten siehe da :
    http://web.de/magazine/lifestyle/leben/15122428-ballert-regenbogen.html#.A1000112
    Ich mach mir die Welt wie sie mir gefällt…, es geht also noch was, haha..ha !

  4. Locher's Gravatar Locher
    6. April 2012 - 10:34 | Permalink

    “Moralapostel Grass wird selbst zum „Antisemiten”

    Wer was gegen die Besatzungsmacht Nr. 1 in Deutschland sagt, wird
    gnadenlos fertig gemacht. In früheren Zeiten gekreuzigt, später
    erschossen, heute medial bespuckt und moralisch geächtet.

    Das ist deutscher Fortschritt …

  5. Wetekamp's Gravatar Wetekamp
    6. April 2012 - 10:36 | Permalink

    Was für ein elender Sche**! Ich habe dieses “Gedicht” bis “Jetzt aber, weil aus meinem Land, das von ureigenen Verbrechen, die ohne Vergleich sind, …” gelesen und erspare mir den Rest Unflat, den dieser unselige Typ wieder mal über uns ausschütten will.

    Antisemitisch? Das stimmt, denn er beleidigt die Iraner, die wohl eher Semiten sind, als dieser khasachische Haufen, der sich in Palästina eingenistet hat.

    Grass, keinen Deut besser als Broder, Reich-Ranicki und Konsorten. *blägs*

  6. Samoobrona's Gravatar Samoobrona
    6. April 2012 - 20:09 | Permalink

    Es ist müßig darüber zu parlieren, daß auch Günter Grass seit jeher Teil des links (grünen) Systems war /ist und diesem bisher eine willkommene Stütze war.
    Für die Erkenntnis, daß er dennoch von den Einpeitschern und deren Flagellanten und psychisch defekten Lustbüßern eben dieses herrschenden Systems jetzt mundtod gemacht und kaltgestellt werden soll, sollte Grass- jetzt mit der Weisheit eines Alten gesegnet-sich selbst dankbar sein.
    Es sollte ihn im Nachhinein freuen und glücklich machen, vor dem Versiegen der letzten Tinte, seinem Gewissen gefolgt und der selbstauferlegten Verpflichtung, wenn auch mit den nötigen selbsterhaltenden Einschränkungen, nachgekommen zu sein.

  7. Helmut R.'s Gravatar Helmut R.
    6. April 2012 - 20:37 | Permalink

    Jahrzehntelang wurde Günter Grass von diesem System sehr geschätzt, da er sich dem Zeitgeist unterwarf. Doch jetzt, wo er mal was kritisches sagt, wird ihm mit einmal seine Vergangenheit in der Waffen-SS vorgeworfen. Aber mit dieser Vergangenheit hat dieses Gedicht überhaupt nichts zu tun.
    Der Grund dieser Zeilen dürfte eher darin begründet sein, daß Menschen, wenn sie allmählich dem Tod in die Augen sehen (er ist jetzt 84 Jahre alt!) das Bedürfnis verspüren endlich die Wahrheit auszusprechen, um ihr Leben mit einem ruhigen Gewissen beenden zu können!

  8. Puttfarken's Gravatar Puttfarken
    7. April 2012 - 10:08 | Permalink

    Also dann, Günter Grass rudert schon zurück!!! Graumanns geifernde Anordnungen müssen befolgt werden, wo kommen wir wohl sonst hin? Günter mach schnell noch eine Büßerfahrt nach Yad Vaschem, senk betroffen und schuldbewußt die Kippa, dann haben Dich alle Medien und der Z.d.J. wieder lieb!

  9. Wahr-Sager's Gravatar Wahr-Sager
    7. April 2012 - 15:19 | Permalink

    Es ist schon erstaunlich, wie doch letztendlich JEDER vor dem zionistischen Hohepriester Graumann niederkniet und seine Anweisungen befolgt. So wird ja demnächst die Nationalelf auch Auschwitz besuchen, nachdem Graumann interveniert hat.

  10. 7. April 2012 - 15:51 | Permalink

    Gedicht? Was für ein Gedicht? Die gibt es nach AUSCHWITZ eh nicht mehr.
    Man kann von dem alten Zausel aber halten was man will: Recht hat er, wenn er Israel Kriegstreiberei vorwirft. Nicht mehr. Nicht weniger.

  11. Deutsche's Gravatar Deutsche
    7. April 2012 - 16:15 | Permalink

    Günter Grass hat die WAHRHEIT ausgesprochen! Jetzt ist er natürlich judenfeindlich, antisemit und so weiter und so fort… Die Wahrheit ist eben unerträglich.

  12. Locher's Gravatar Locher
    7. April 2012 - 23:06 | Permalink

    Es war doch den Amerikaneren seit 60 Jahren bekannt, daß Grass
    bei der Waffen-SS war. Offensichtlich gab es eine stillschweigende
    Übereinkunft, darüber zu schweigen. Jedenfalls solange, bis Grass
    das Gewissen geschlagen hat, oder er nicht mehr erpressbar sein
    wollte.

    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,431823,00.html

    Jetzt aber passt es wieder, die Nazikeule aus dem Schrank zu holen.
    Hier ein Beleg, wie der CIA Deutsche Medien kontrolliert. Die Freiheit
    der Presse? Nur dumme Linke glauben das noch …

    http://www.youtube.com/watch?v=jMw0rszq-JA&feature=player_embedded

  13. Wahr-Sager's Gravatar Wahr-Sager
    8. April 2012 - 16:32 | Permalink

    Sehr zu empfehlen hierzu der Beitrag von Bernhard Schaub:
    “Günter Grass und kein Ende – Offener Brief an einen Heuchler”

    http://www.europaeische-aktion.org/Artikel/de/Was-gesagt-werden-muss_79.html

  14. Anonymous's Gravatar Anonymous
    8. April 2012 - 20:34 | Permalink

    “Gemeint ist die deutsche Waffenlieferung eines Atom-U-Bootes nach Israel” EINES??? ist doch schon das 6te oder nicht?

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