Feuilleton: Knast gegen das Vergessen

+++ Eine Hommage an Justitia +++

♦ vertont ♦

Dr. Frank Kretzschmar

Ob der tiefgläubige John Demjanjuk, der am 17. März 2012 einsam im bayrischen Pflegeheim zu Bad Feilnbach starb, bis zuletzt für seine Häscher Amtsrichter Thomas WALTHER aus Wangen, Staatsanwalt Hans-Joachim LUTZ und Richter Ralph ALT, München, sowie Nebenklägervertreter Cornelius NESTLER, Köln, betete? Sie könnten es, vor ihrem Hohen Richter stehend, brauchen.

Iwan Mikolajewitsch, später John DEMJANJUK, 1920 in einem ukrainischen Kaff geboren, ging vier Jahre zur Schule, arbeitete als Traktorist in einer Kolchose, wurde 1940 zur Roten Armee gezogen und geriet 1942 bei Kertsch in deutsche Kriegsgefangenschaft. Nüchterne Fakten, hinter denen sich unsägliches Elend verbirgt. Gehört Iwan doch zu den Unglücklichen, die Stalin 1932/33 mit dem HOLODOMOR, dem Hunger-Holocaust, überzog und dem allein in der Ukraine Abermillionen Bauern zum Opfer fielen, sowie zu den fast drei Millionen Rotarmisten, die, an der Westgrenze zum Angriffskrieg aufgestellt, bis zum Frühjahr 1942 in deutsche Gefangenschaft gerieten.

Den Zwangskollektivierungs-Hunger überlebte er, dreizehnjährig, indem er sich von Rinde, Zweigen, Ratten und Mäusen ernährte, die Gefangenschaft, indem er sich, so die Variante seiner amerikanischen, israelischen und deutschen Verfolger, zum Hilfswilligen rekrutieren und in Trawniki von der SS zum Wachmann ausbilden ließ.

Unstreitig, dass Demjanjuk im Mai 1945 in Landshut als Displaced Person erfasst wurde, sich mit Gelegenheitsarbeit durchschlug, 1947 in Regensburg die Ukrainerin Wera heiratete, 1950 in Ulm seine Tochter Lydia zur Welt kam. 1952 reiste er mit seiner Familie in die USA aus, ward 1958 deren Staatsbürger, mutierte vom Iwan zum John, zeugte weitere zwei Kinder, Irene und John junior. Bis zu seiner Pensionierung schaffte er als Mechaniker bei Ford, erwarb in Seven Hills, Ohio, Häuschen mit Garten, besuchte die ukrainisch-orthodoxe St.-Vladimir -Kirche, hielt den Rasen kurz, spielte mit den Enkeln und schraubte an den Autos der Nachbarn. Vom halbverhungerten Kolchosnik und todgeweihten Rotarmisten zu bescheidenem Wohlstand und Sicherheit. Ein amerikanischer Traum?

Bis er auf der Täterliste des Sowjet-hörigen Kommunisten Michael HANUSIAK, der in New York die Ukrainian Daily News herausgab, erschien. Nur zu eifrig nahm der INS, die Einwanderungsbehörde des US-Justizministeriums, Ermittlungen auf. Ohne Ergebnis. Niemand konnte sich Iwan Demjanjuks aus Sobibor erinnern oder ihn erkennen. Nichts anderes steht im Abschlussbericht A8 237417 vom 19.12.1976.

Ende gut, alles gut? Mitnichten! Der New Yorker INS-Chef schickt Demjanjuks Akte an israelische Spezialermittler, die sein Foto KZ-Überlebenden vorlegen. Gleichwohl die Ablichtung aus dem Jahre 1951 stammt, Demjanjuk zivil gekleidet und wohlgenährt zeigt, identifizieren ihn mehrere Ehemalige als „IWAN DEN SCHRECKLICHEN“, keinen Geringeren als die Gaskammer-Kanaille von Treblinka, der, soviel Ekel-Porno muss sein, Frauen, mir nichts – dir nichts, die Brüste abschnitt. „Schwangere Frauen mit Stichwunden in den Bäuchen, Frauen mit Föten, die halb heraushingen, junge Mädchen mit Stichwunden, mit ausgedrückten Augen“, so Zeuge Pinchas EPSTEIN unter Eid.

Obwohl der Spezialermittler des Justizministeriums, George PARKER, zu dem Ergebnis kam: „Wir haben wenige verwertbare Beweise, dass der Beschuldigte in Sobibor war und ernste Zweifel, dass er in Treblinka war“, verlor Demjanjuk 1981 seine US-Staatsbürgerschaft, wird an Israel ausgeliefert und dort am 25. Februar 1987 vor Gericht gezerrt. Ein neuer EICHMANN musste her. Koste es was es wolle: Live in Radio und Fernsehen.

Gerichtsbesucher, wenn sie nicht gerade, hui, in Ohnmacht fielen, skandierten von der koscheren Leber weg: „Schluss mit dem Prozess! An den Galgen mit ihm!“ Drei Richter ereilte der Herzinfarkt. Auch dank Aussagen wie die des ehrenwerten Eliahu ROSENBERG vom 25. Februar 1987. Ein Jahr lang war er mit dem Apokalyptischen in der Gaskammer zu Gange. Tag für Tag. Seite an Seite. Auge in Auge. Von Richter LEVIN gebeten, Demjanjuk zu identifizieren, lässt er diesem die Brille abnehmen: „Ich will seine Augen sehen.“ Demjanjuk, unbebrillt, streckt Rosenberg die Hand entgegen, lächelt und sagt auf Hebräisch „Shalom!“ Rosenberg schlägt die Hand weg und brüllt: „Du Mörder, wie kannst Du es wagen, mir die Hand zu reichen?!“ Nachdem Rosenbergs Frau Aina im Zuschauerraum, oups, aus ihrer Ohnmacht erwachte, fasst der Richter beherzt nach und Rosenberg bezeugt: „Das ist Iwan! Ich sage das ohne Zögern, ich habe nicht den leisesten Zweifel. Dieser Mann, der in diesem Moment vor mir steht – das ist Iwan aus der Gaskammer von Treblinka. Ich habe seine Augen gesehen. Seine mörderischen Augen.“

Dabei musste dem Rosenberg doch glatt entgangen sein, dass er am 20. Dezember 1945 eigenhändig einen Bericht verfasste, auf dessen Seite 66 es heißt: „Wir verließen die Baracke und griffen die Ukrainer an, die uns bewachten. Danach stürmten wir den Maschinenraum, in dem Iwan schlief. Gustav, der als erster bei ihm war, schlug ihn mit einem Spaten auf den Kopf. Iwan blieb liegen, für immer. Erst mit dem Spaten erschlagen und dann im Gerichtssaal erkannt. Die amerikanische, israelische und deutsche Verfolger-Meute ließ die Ungeheuerlichkeit dieser Lüge auf Leben und Tod unbeeindruckt. „Demjanjuk anzuklagen wurde für uns alle zur Obsession“, so US-Ermittler Parker.

Allein dieser Besessenheit ist es geschuldet, dass man Demjanjuk am 25. April 1988 in Israel zum Tode verurteilte. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass das 400-seitige Schandurteil schwülstig „in heiliger Ehrfurcht“ und „im vollen Bewusstsein der schweren Verantwortung“ gefällt wurde. Dagegen legte der dem Strang Geweihte Berufung ein, die Archive der zerfallenden Sowjetunion wurden zugänglich und ergaben schlagend, dass es sich bei Iwan dem Schrecklichen um Iwan MARTSCHENKO und nicht Demjanjuk handelte, eine Tatsache, die der amerikanischen Auslieferungsbehörde wohl bekannt war, aber zurückgehalten wurde.

Am 29. Juli sprach das Oberste Gericht Israels Demjanjuk auch in Anbetracht möglicher Taten als Wachmann in Sobibor frei. Zwei Monate später, nach siebeneinhalb Jahren Haft, davon fünf in der Todeszelle, kam Demjanjuk auf freien Fuß, ward, noch immer in Handschellen, mit einem 380.000-Dollar-Haftentschädigungs-Scheck in einen El Al-Jumbo gesetzt und, von jüdischen Mitreisenden bespuckt, in die Staaten ausgeflogen. Bereits im Vorjahr hatte er seine US-Staatsbürgerschaft zurückerhalten.

Genug gelitten? Mehr als die Kreatur je ertragen kann? Mitnichten, angesichts einer ins Wahnhafte gesteigerten Verfolgungsorgie. Wenn schon nicht Iwan der Schreckliche von Treblinka, dann wenigstens der Gaskammer-Treiber von Sobibor. In der Not frisst der Teufel Fliegen. Teuflisch, dass die USA Demjanjuk 2004 erneut die Staatsbürgerschaft entzogen. Des Teufels Amtsrichter Thomas WALTHER, vom SPIEGEL als „Querdenker“ und „Spiritus Rector des Verfahrens“ geherzt, der, anstatt seine Pension zu vernaschen, sich der Ludwigsburger „Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltung zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen“ als Ermittler andiente und dem Demjanjuks Ausbürgerungs-Entscheidung unterkam: „Ich habe alles stehen und liegen lassen, das Haus im Allgäu, meine vier Kinder, alles.“ Verständlich. „Ein Größerer als Demjanjuk kommt nicht nach“, plusterte sich Walther in der Schwäbischen Zeitung auf. Eine größere Rechtsbeugung auch nicht. Sei´s drum. Vom Dorfrichter Adam zum Nazi-Jäger von Weltgeltung. Eingang ins Geschichtsbuch inklusive. Was sind dagegen, püh, schon Rechtsgrundsätze wie: NE BIS IN IDEM? Nicht zweimal wegen Desselben, Verbot der Doppelbestrafung. IN DUBIO PRO REO? Im Zweifel zugunsten, die Unschuldsvermutung? Ohne Tat kein Täter? Befehlsnotstand? Verhältnismäßigkeit? Prozessfähigkeit?

Keinen Pfifferling wert für Mein-Gott-Walther, angetreten, um, so SPIEGEL 18/11, mit dem „vorherrschendem Mythos, man brauchte für die Einleitung von Ermittlungen wegen Beteiligung am Mord zwingend und in jeder historischen Situation den Nachweis einer unmittelbaren Tötungshandlung“ aufzuräumen, um damit, SPIEGEL 20/11 „in manches von der Gewohnheit umnebelte Juristenhirn wieder Klarheit“ zu bringen.

Wenn Wahn die Massen ergreift, wird er zur materiellen Gewalt. Zumal, wenn er einem Cocktail aus US-Hörigkeit, Israel-Liebedienerei, selbstzerstörerischem Demuts- und Dauerschuld-Komplex sowie vorauseilendem Gehorsam bis zur Selbst- und Rechtsaufgabe geschuldet ist. Und so wurde der erneut Staatenlose am 12. Mai 2009 per Lazarettmaschine an Deutschland überstellt, in die Krankenstation einer bayrischen Justiz-Vollzugsanstalt eingeliefert und am 13. Juli 2009 von Staatsanwalt Hans-Joachim LUTZ vor dem Landgericht München II angeklagt. Am 12. Mai 2011 verurteile Richter Ralph ALT den 91-jährigen, Bettlägerigen, von einem unsäglichen Schicksal Gezeichneten, nach 93 Verhandlungstagen, auf den Tag genau zwei Jahre nach seiner Auslieferung, nach insgesamt fast 11 Jahren in Haft, wegen Beihilfe zum Mord an mindestens 28 060 Menschen, begangen vor 68 Jahren im Lager Sobibor von März bis September 1943, zu fünf Jahren Freiheitsentzug.

Nebensächlichkeiten, wie die, dass es zwischen dem 21. Juli und dem 14.September 1943 keinerlei Transport nach Sobibor gab, spielten im Urteil keine Rolle. Gleich gar nicht das Zeugnis des Hershl ZUKERMAN: „In unserer Küche kochten wir das Essen für Lager Nr. 3, und ukrainische Wärter pflegten das Geschirr zu holen. Einmal steckte ich eine Notiz in jiddischer Sprache in einen Knödel: ´Bruder, lass mich wissen, was ihr tut. ´ Die Antwort steckte im Boden des Topfes: ´Du hättest nicht fragen dürfen. Menschen werden vergast und wir müssen sie begraben.´“ Bestatter sind keine Mörder. In einem Rechtsstaat Demjanjuks Freispruch Erster Klasse.

Erste Klasse die Behandlung der jüdischen Nebenkläger, über die Heinrich WEFING, Prozessbeobachter von DIE ZEIT, berichtet: „Es ist fast wie bei einem Klassentreffen, man trifft lauter Menschen, die über die Monate,“ auf Steuerzahler-Kosten, bleibt zu vermuten, „Bekannte geworden sind, man begrüßt sich, tauscht Neuigkeiten aus , auf Deutsch, Englisch und Holländisch wird angeregt durcheinandergeplaudert… Einmal“, so Wefing weiter, „habe ich eine Gruppe von ihnen in ihrem Hotel besucht. Viele der Nebenkläger hatten sich im ´Hotel Europa´ … einquartiert …, Gelächter hing über dem Tisch, eine gelöste Heiterkeit, als sei dies eine ganz gewöhnliche Reisegruppe. Dieselben Männer und Frauen, die am Morgen unter Tränen ausgesagt hatten, standen nun beieinander, sie scherzten und schwatzten.“ Klar, dass sie sich über ihren Nebenklägervertreter NESTLER artig für die „überwältigende Erfahrung“ bedankten, die ihnen die deutsche Justiz bescherte. Gern geschehen. Schließlich ward diese Farce allein zu ihrer Erbauung inszeniert.

Dass keiner der ausgelassenen Nebenkläger-Touris je in Sobibor war und somit kein Sterbenswörtchen zu Person oder Tat des Angeklagten aussagen konnte, tat nichts zur Sache, denn, so SPIEGEL 20/11„…ihre Gesichter waren gezeichnet von einem Leben, das den Wunsch nach Gerechtigkeit nicht erfüllt hatte.“ Und: „Manche haben“, nach dem Verlust von Angehörigen, der 70 (in Worten: siebzig!) Jahre zurückliegt, „jahrzehntelang keine deutschen Produkte mehr gekauft oder flogen nicht mit der Lufthansa. Sie ertrugen es nicht, Beethovens Neunte unter Furtwängler anzuhören oder eine Wagner-Oper.“ Nun aber: „Eine ältere Dame war“, nicht umsonst gelitten, John, „im Museum gewesen und hatte die Oper besucht. Eine andere will wiederkommen und vielleicht an Folgeprozessen teilnehmen.“ Wenn die Hundertjährigen dran sind. Die Durcheinander-Plaudrer haben „ihre innere Freiheit wiedergefunden. Nun können sie mit der Vergangenheit abschließen.“

Demjanjuk aber, ins gnadenlose Räderwerk amerikanischer, sowjetischer, israelischer und deutscher Interessen geraten und zermalmt, Staaten- und heimatlos, für immer von Familie, Haus und Hof getrennt, konnte weder innere noch äußere Freiheit finden. Die Vergangenheit und ihre Knechte folterten ihn bis zum letzten Atemzug.

Und das ist auch gut so, meint SPIEGEL-Redakteurin Gisela FRIEDRICHSEN, 15/12, „NOCH MEHR OPFERSCHUTZ?“: „Im Strafverfahren drehte sich früher alles um den Täter und die Schuld. Seit einigen Jahre stehen häufig die Opfer und ihre Angehörigen im Mitteltunkt…“ Im Fall DEMJANJUK war das die jüdische Klassentreffen-Reisegruppe gelöster Heiterkeit. Dann aber reißt Friedrichsen JUSTIZIA die Augenbinde runter und schlägt ihr die Waage um die Ohren:

Im Münchner Demjanjuk-Prozess, so befriedend er für die Hinterbliebenen …gewesen sein mag, ging es nicht um einen konkreten Tatnachweis, sondern letztlich darum, entsprechend dem Wunsch der Opfer dem Vergessen des Holocaust entgegen zu wirken und den Weg zu bereiten für weitere Anklagen dieser Art.“

Auf welchem übersinnlichen Weg die Opfer dem Gericht diesen Wunsch mitteilten, lässt Friedrichsen offen, daran, dass John DEMJANJUK wegen des Erinnerungs-Kults einer pseudoreligiösen Überhöhung über die Klinge springen musste, keinen Zweifel. Bleibt abzuwarten, welcher Halbtote als nächster vorm Richtertisch aufgebahrt wird, wenn sich die Klasse erneut treffen und die ältere Dame Museum und Oper besuchen möchte. Ob der Moribunde eine Straftat beging, ist dabei ohne Belang. Schließlich steht das Opfer im Mittelpunkt.

Siehe dazu auch:

John Demjanjuk ist tot

John Demjanjuk zu fünf Jahren Haft verurteilt

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Autorenportrait: Dr. Frank Kretzschmar, Leipzig, Jg. 1947. In der DDR Berufsverbot als Rechtswissenschaftler und Jurist. 1976 bis 1989 weltlicher Bestattungsredner. 1990 Rehabilitierung und Anwaltszulassung . Hat sich in ebenso zynischen, sarkastischen wie sachkundigen Kommentaren auf das „Sturmgeschütz der Demokratie“, den SPIEGEL eingeschossen.

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9 Kommentare von "Feuilleton: Knast gegen das Vergessen"

  1. PP's Gravatar PP
    17. April 2012 - 04:02 | Permalink

    Sehr guter Artikel, der beispielhaft den “BRD”-HOLOWAHN anhand des Falles des bemitleidenswerten John Demjanjuk darstellt. Ich bin sicher, dass es einmal einen Tag der ausgleichenden Gerechtigkeit geben wird …

  2. Wetekamp's Gravatar Wetekamp
    17. April 2012 - 10:17 | Permalink

    @Plato
    >>>”… die Staatsbürgerschaft – mir nichts, dir nichts – zu entziehen.
    Das ist die Legitimation, dies in späteren Zeiten massenhaft hierzulande durchzuführen.”

    Hierzulande? Das Deutsche Reich – die einzige Institution, die Staatsbürgerschaften “hierzulande” verleihen und entziehen kann – ist seit 1945 durch unsere Befreier handlungsunfähig gemacht. Die “BRD” ist eine Firma. Die gibt Dienstausweise – auch PersonALausweise genannt – aus. Denn, wenn die BRD Staatsbürgerschaften verleihen dürfte, könnte Siemens, Thyssen, die Deutsche Bank oder auch die Post usw. ebenfalls Staatsbürgerschaften verleihen dürfen. Welche Staatsbürgerschaft? EDEKA :D

    Aber, das wissen Sie ja sicherlich. Nur, man kann es gar nicht oft genug betonen, damit es endlich JEDER rafft … :)

  3. 17. April 2012 - 12:55 | Permalink

    Mönch, Gregor,
    hast Du in Deiner Zelle die Wirklichkeit verpennt? Die Bundesrepublik ist, ob es Dir passt oder nicht, ist ein mit allen Macht-Mechanismen ausgestattetes Staatswesen und unterscheidet sich somit sehr wohl von Siemens und Thyssen. Denn deren Aufsichtsrat sperrt Dich nicht nach § 130 ein, wenn Du einen anderen als den strafrechtliche befohlenen Blick auf die jüngere deutsche Vergangenheit wirfst. Sondern Staatsanwaltschaft, Gericht, Polizei und Justizvollzug. Da spielt es keine Rolle, ob Du Dir einspinnst, Reichs-Bürger sein zu müssen. Diese Staatsbürgerschafts-Gelabre bringt praktisch rein Garnichts, verwirrt nur und macht unvorsichtig.

  4. Inbrevi's Gravatar Inbrevi
    17. April 2012 - 14:39 | Permalink

    Zu Wetekamp–// Plato meinte schon das RICHTIGE!
    Wetekamp, wenn Sie wohl richtigerweise darauf hinweisen, daß diese BRD keine Staatsbürgerschaft entziehen kann, dann umschreiben wir diesen ausstehenden Akt der (minimalen) Gerechtigkeit halt mit: “dann wird in den bestimmten Fällen die Mitgliedsschaft entzogen und die deutsche Staatszugehörigkeit nicht gewährt!”

  5. 17. April 2012 - 14:53 | Permalink

    DEMJANJUK-Verfahren:
    Anklge und Urteil als Opfer-Gefälligkeit. Tiefer kann eine Justiz nicht sinken.

  6. Wetekamp's Gravatar Wetekamp
    17. April 2012 - 20:39 | Permalink

    @Normativität des Faktischen

    Sie haben den Falschen angepöbelt. Ich habe das geschrieben. Ihre “Argumente” sind schwach. Wenn Aufklärung Sie verwirrt, dann überspringen Sie einfach meine Kommentare.

    Ansonsten ist es gleichgültig, wie die einzelnen Abteilungen der BRD GmbH sich benennen. Ob nun Sicherheitsdienst oder “Polizei, Justiz, Staatsanwaltschaft usw.” und statt Aufsichtsrat “Ministerien” etc. Das ändert nichts an den Tatsachen und Fakten. Und Fakt ist, dass das “Merkel-Team” ihre eigene Version von Sim City mit uns spielen.

    Dass man heute damit noch nichts Praktisches mit diesem Wissen anfangen kann, stimmt zwar nicht, ist aber im Moment noch unerheblich. Fakt ist, das diese BRD eine Variante von “Des Kaisers neue Kleider” ist. Ich bin eine der Personen, die da immer wieder ruft “Der hat ja gar nichts an!” – Und Sie sind anscheinend der Teil der Bevölkerung, der nur die “Kleider” sieht und sich dabei intelligent vorkommt. :D

  7. Anonymous's Gravatar Anonymous
    18. April 2012 - 14:31 | Permalink

    Stimmt. Wetekamp,
    hab dem Falschen eins drüber gezogen. Und irgendwie hast Du ja auch recht. Ich meine nur, dass wir andere Probleme haben, als die Nacktheit des Kaisers. Deshakb schrieb ich diesen DEMJANJUK-Artikel, der Dich veranlasste, mit dem Mönch rumzumachen.
    Dein normativ Faktischer.

  8. Jurij Below's Gravatar Jurij Below
    21. April 2012 - 03:48 | Permalink

    Lieber Dr. Kretschmar,
    herzlichen Dank für diesen Artikel. Leider Interesse in Deutschland zum Schicksal eines fremden Mann aus der Ukraine war sehr gering. So dass unsere Presse könnte den Bürger mit ganz falschen Information speisen. Ich kann nicht den Spektakel in München als Prozess bezeichnen – das war ein Zirkus sehr niedrigen Niveau. Zuerst mit die Truppe aus Amsterdam, die außer ihrer virtuellen meist auch ganz primitiven erdachten Geschichten bei denen nicht anders zu hören war, wie sie alle traumatisiert worden waren, obwohl nur ein einziger “Nebenzeuge” , der tatsächlich in einem KL ganz kurz gewesen war, aber nicht in einer letzte Minute, wie solchen “Zeugen” überall erzählen, “gerettet” wurde, sondern überhaupt nichts Sachliches erzählen konnte.

    Die anderen 39 “Verwandten” von angeblich im KL “ermordeten” Juden immer wieder über den anderen gern geplaudert haben. Das war ein Prozess für den Idioten, die überall über den anderen erzählen.

    Besonders tragisch war, dass OSI (Office für Special Investigation) in New York schon mal wurde wegen die Fälschungen mit dem sog. “SS-Ausweis” für einen Kriegsgefangen kritisiert, erneut lieferte nach München gleiches “Dokument” mit der Bezeichnung “Dienstausweis”. Das war ein Absurd: und blanke Verhöhnung der Justiz als solche. Die Dokumente wurden in 90-er durch nach Jerusalem eingeladenen KGB Fälscher ganz deutlich als Fälschung, die in einem Labor von KGB-Zentrale Lubjanka in Moskau hergestellt. Ralph Alt, der Richter musste ehrlich zugeben, dass solche Beweise keinen Wert haben, aber im Juli 2009 behauptete, dass „Prozess darf auch ohne spezifischen Beweisen“ wegen der Wichtigkeit weiter geführt werden.

    Außerdem das Gericht in München abgesagt den Nebenverteidiger Rechtsanwalt Lewko Lukjanenko aus Lemberg, der 41 Jahrelang im Gulag gewesen, in München seinen Landsmann zu verteidigen.

    Selbst ehem. israelische Richterin Dalia Dorner, die Demjanjuk in Jerusalem zum Tode verurteilt wurde, diesmal in München nicht erwünscht: weil sie wollte nochmal sagen, das sie wurde damals zu Opfer des H-Fanatismus geworden.

    Die beiden Verteidiger waren zwar nett und von Anfang an keine Schuld von Demjanjuk proklamiert, aber doch keine wirksame Verteidigung geleistet haben. Der guter Kenner des Mechanismus der Fälschung und Freund des Experten des sog.“Forschungszentrums der NS-Verbrechen“ in Jerusalem wurde auch nicht energisch unterstützt durch den Hauptverteidiger Dr. Ulrich Busch – denn dieser Zeige konnte in 10 Minuten alle Argumente der Anklage abwerten.

    Denn Parallel laufenden Prozeß in New York gegen der sowjetischen Juden, die 55 Million Dollar von der den Juden aus Kasachstan oder Usbekistan, wohin sie evakuiert während des Krieges waren, auf keinem Fall sollten sog. Wiedegutmachung von Deutschland bekommen. Die Chefin dieses dreistes Geschäfts Dora Grande hat in New York zugegeben, dass sie mit seinem Mann Gen. Mordehai Grande (beiden waren für KGB tätig) und nach Ausreise in die USA für CIA arbeitete – intensiv ließen die angeblichen Dokumente fälschen und zwar für Yad Washem in Jerusalem und parasitäre Holocaust-Behörden in Wolfsburg.

    Nach US Gesetzte Demjanjuk als US-Bürger in keinem Fall sollte nach Deutschland ausgeliefert, den angebliches Verbrechen sollte in Polen stattfinden. Geschweige für „Ausnahme für NS-Verbrecher“ welche auch Verfassungswidrig ist – die zum zweiten Mal Aktion Ausbürgerung von Demjanjuk zeigt wie stark in den USA über 200 jüdische Organisationen üben.

    Zum Schluß über weniger Interesse. Was in Deutschland mit der Justiz passierte, als unsere Bürger wie Ernst Zündel, Germar Rudolf, RAin Sylvia Stolz und RA Horst Mahler ohne Beweisen zu langen Freiheitsentzug verurteilt worden waren, nur wegen Ihrer Kritik des Holocaust-Schwindels – in Fall eines „fremden“ Iwan Demjanjuk, der sein Lebensabend 2 Jahren in JVA Stadelheim in München und zwar bei schlechtem Gesundzustand verbringen musste und dann noch dazu zu 5 Jahren verurteilt wurde und nicht in Ohio in Familienkreis sterben mußte – gehört zusammen. Wir haben keine Justiz, sondern eine Sonder-Holocaust-Justiz, die geldgierige ADL und sonstigen Behörden auf unseren Kosten parasitieren lässt. Nun müssen wir unbedingt verhindern, dass 76-jähriger Horst Mahler noch 11 Jahren (aus 13,5) – das ist ja schon Demension des jüdisch-bolschewistischen Gulags – und nicht eines „Rechtstaates“ – bitte unterstützen Sie meinen Vorschlag bei Merkels DIALOG über die Zukunft Deutschlands. https://www.dialog-ueber-deutschland.de/DE/20-Vorschlaege/10-Wie-Leben/Einzelansicht/vorschlaege_einzelansicht_node.html?cms_idIdea=17051 – ganz offiziell.

    Jurij Below, Frankfurt

  9. 19. Juni 2013 - 09:54 | Permalink

    In 100 Jahren werden “Überlebende” noch Zeugnis ablegen….
    Menschen sind so abartig. Es geht um Geld.

    Dazu fällt mir ein das:
    die Meinungsmafia, pardon “freie Presse”, heute ohne genaue Prüfung eines Sachverhaltes ganze Existenzen durch öffentliche Vorverurteilungen zerstört.
    Was dann später davon übrig bleibt interessiert niemanden.
    Meine Zeifel am System festigen sich.

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