Archiv nach Tagen 31.05.2013 - 09:17

Feuilleton: Knast gegen das Vergessen

+++ Eine Hommage an Justitia +++

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Dr. Frank Kretzschmar

Ob der tiefgläubige John Demjanjuk, der am 17. März 2012 einsam im bayrischen Pflegeheim zu Bad Feilnbach starb, bis zuletzt für seine Häscher Amtsrichter Thomas WALTHER aus Wangen, Staatsanwalt Hans-Joachim LUTZ und Richter Ralph ALT, München, sowie Nebenklägervertreter Cornelius NESTLER, Köln, betete? Sie könnten es, vor ihrem Hohen Richter stehend, brauchen. Weiterlesen »

Nach Kündigung: Jeder Vierte rutscht in HARTZ-IV

+++ Befristete Arbeitsverträge führen zu sozialem Abstieg +++

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Berlin (fm). Seit den arbeitsmarktpolitischen Entscheidungen der einstigen rot-grünen Bundesregierung hat die soziale Sicherung dramatisch abgenommen. Während man früher nach einer Kündigung in der Regel zwölf Monate Anspruch auf Arbeitslosengeld hatte und in dieser Zeit finanziell halbwegs abgesichert war, stürzen jetzt immer mehr Menschen beim Verlust des Arbeitsplatzes sofort in die HARTZ-IV-Armut ab. Grund: Arbeitsverträge werden meist nur noch befristet für einige Monate abgeschlossen. Aufgrund dessen erlangen die Betroffenen nicht mehr die notwendige Beschäftigungsdauer, um einen Anspruch auf Arbeitslosengeld zu erreichen. Ein weiterer Grund: Oftmals sind die gezahlten Löhne so gering, daß ein eventueller Anspruch auf Arbeitslosengeld sogar geringer wäre als die HARTZ-IV-Grundsicherung. Weiterlesen »

Kolumne – Hey Alter, was rennst du?

Die Quersumme – Kolumne von Hans Püschel

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Er – Guiseppe – sei eben zu schnell gelaufen – stellte Richter Ralph Ehestädt am Landgericht Berlin lapidar fest und – ließ Ali und Baris deshalb auch wieder schnell laufen, sich zu bewähren. Im vergangenen September hatten die beiden Kurden im U-Bahnhof Kaiserdamm den Guiseppe um Zigaretten gebeten und den Wunsch mit ein klein bißchen Zusammenschlagen bekräftigt. Unverständlicherweise geriet Guiseppe in Panik, nahm Reißaus, rast die Treppe nach oben, dabei Alis wütendes Schnauben im Nacken, in wilden Sätzen auf den Kaiserdamm, sah weder links noch rechts – wie es uns doch nun von Kindesbeinen an beigebracht wird – und – schon ist’s passiert: Er wird von einem Auto überfahren. Seht ihr: Das kommt eben vom zu schnellen Laufen. Vermutlich waren Ali und Baris auch furchtbar geschockt. Da konnte doch Richter Ehestädt nicht noch hart bestrafen – die armen Migranten! Es hatten zwar nach diesem tragischen Geschehen 1.000 aufgebrachte Berliner demonstriert, aber – dies hätten sie mal lieber im Gericht tun sollen.

Dann wäre dem armen Guiseppe vielleicht Gerchtigkeit widerfahren Weiterlesen »