Vorsitzende des Front National kann zur Präsidentenwahl antreten

Marine Le Pen hat nötige Unterschriften zusammen

und erhält Wahlzulassung

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Paris (fm). Die Vorsitzende des rechtsgerichteten Front National, Marine Le Pen, kann bei der französischen Präsidentenwahl antreten. Sie hat nach eigenen Angaben nun doch noch die nötigen 500 Unterstützungsunterschriften erhalten. Bis vor ein paar Tagen sah es so aus, als wenn zur Präsidentenwahl lediglich zwei aussichtsreiche Kandidaten, Amtsinhaber Nicolas Sarkozy und der Sozialist Francois Hollande, zur Auswahl stehen würden. Die ebenfalls sehr aussichtsreiche Kandidatin aus dem rechten Lager sollte mit der scheinbar unüberwindbaren Hürde der 500 Unterschriften von der Kandidatur ausgeschlossen werden.

Die notwendigen Unterschriften konnte nicht jeder leisten, sondern nur Bürgermeister und hochrangige Amtsträger. Diese als Wahlpaten bezeichneten Unterstützer werden der Öffentlichkeit bekannt gegeben. Bis zuletzt wurde angezweifelt, daß es genügend Bürgermeister und Amtsträger wagen würden, die rechte Kandidatin zu unterstützen. Die Tochter des Gründers des Front National kämpfte darum dafür, daß die Wahlpaten auch anonym für Kandidaten eintreten dürfen. Der Verfassungsrat in Paris lehnte diese Forderung jedoch ab, woraufhin die Anhänger von Sarkozy und Hollande bereits triumphierten.

Der amtierende Präsident Nicolas Sarkozy machte sich bereits Hoffnungen, daß die vielen Anhänger Le Pen´s nun für ihn stimmen würden, wenn er kurz vor der Wahl ein paar rechte Thesen von sich gibt. Unter anderem buhlte Sarkozy mit antieuropäischen Forderungen um die rechten Wähler. So stellte er einen vorübergehenden Ausstieg aus dem sogenannten Schengen-Abkommen in Aussicht, wenn es in den nächsten zwölf Monaten keine deutlichen Fortschritte bei der Bekämpfung der illegalen Einwanderung gebe. Und als Krönung sagte er: „In Frankreich gibt es zu viele Ausländer.” Im Falle seiner Wiederwahl wolle er die Einwanderungszahlen halbieren und die Sozialleistungen für Migranten einschränken. Doch all diese Wahlkampfmanöver waren nun umsonst.

Daß Le Pen nun die benötigten Unterstützer zusammenbekommen hat, ist daher ein herber Schlag für den amtierenden Präsidenten Nicolas Sarkozy. Die Anhänger Le Pen´s werden nun nicht die rechte Kopie wählen, sondern das Original. Le Pen will unter anderem aus dem Euro austreten und den Franc wieder einführen, sowie die europäischen Verträge zugunsten ihres Volkes neu verhandeln.

Bei Umfragen im letzten Jahr erreichte die rechte Kandidatin über 20 Prozent Zustimmung, lag teilweise sogar an erster Stelle und ließ den amtierenden Präsidenten hinter sich. Da ihr Wahlantritt wegen der Unterschriftenhürde in den letzten Tagen und Wochen als unwahrscheinlich galt, resignierten viele rechte Wähler, woraufhin Marine Le Pen in den Umfragen auf 17 Prozent abrutschte. Da sie nun doch noch den Wahlantritt geschafft hat, dürften ihre Zustimmungswerte wohl wieder stark ansteigen. Der erste Wahlgang findet am 22. April statt. Die zwei Kandidaten mit den meisten Stimmen kommen in die Stichwahl, welche im Mai stattfindet.

Siehe dazu auch:

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4 Kommentare von "Vorsitzende des Front National kann zur Präsidentenwahl antreten"

  1. Baldi's Gravatar Baldi
    13. März 2012 - 22:09 | Permalink

    Herzlichen Glückwunsch, Marine! Jetzt kommt nicht nur Frankreich in Fahrt.

  2. michael's Gravatar michael
    14. März 2012 - 11:38 | Permalink

    gut für europa, schade nur für deutschland, denn je stärker die rechte front in europa wird, um so agresiever und schmutziger wird der kampf gegen rechts in deutschland geführt, das ist halt “deutsche-demokratie”

  3. HerrHybris's Gravatar HerrHybris
    14. März 2012 - 15:07 | Permalink

    Nö. Auch eine Präsidentin Le Pen würde absolut nichts an den Verhältnissen ändern. Frankreich stirbt genauso wie das deutsche Volk! Keine Chance. Frankreich hat trotz anderer Verlautbarungen im jahre 44! sein Golgotha erlebt. Die letzten echten Franzosen wurden zwischen 44 und 47 vernichtet. Geistig oder physisch. Genaugenommen existiert Frankreich nicht mehr, sonst gäbe es keinen Sarkozy auf dem Thron.

  4. Frank's Gravatar Frank
    18. März 2012 - 05:31 | Permalink

    Das ist schon nihilistisch gezeichnet ich denke schon das eine nationale Präsidentin etwas ändern würde und hoffe auf Marie le Pen !

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