+++ Übergreifen der Krise auf Portugal prognostiziert +++
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(gb). Kaum sind die Siegesfanfaren verklungen, die Kanzlerin im Airbus unterwegs nach Peking, schon zieht die nächste, wie üblich, unvorhersehbare dunkle Wolke herauf. Portugal ist der nächste Kandidat, der gerettet werden muss. Bei der letzten Auktion portugiesischer Staatspapiere war die Nachfrage verhalten und, wie die WirtschaftsWoche meint, war es nur den kurzen Laufzeiten zu verdanken, dass die Papiere noch über den Ladentisch gingen. Die einhellige Meinung ist, die nächsten paar Monate wird Portugal schon noch überstehen.
Das Misstrauen der potentiellen Geldgeber lässt sich an den langlaufenden Anleihen ablesen und deren Kurse bröckeln rasant ab. Diese Kurse „spiegeln vor allem bei den länger laufenden Anleihen bereits einen möglichen Staatsbankrott Portugals wider“, so Viola Stork, Analystin bei der Helaba.
So stürzte der Kurs der in knapp 10 Jahren fälligen Anleihe auf fast 40 % des Nennwerts von 100 Prozent, die in zwei Jahren auslaufende Anleihe brach auf 80 Prozent ein.
Die Umsätze sind gering. Die WirtschaftsWoche zitiert Rüdiger Kerth, Fondsmanager bei Union Investment: „Banken berichten von Verkäufen im niedrigen einstelligen Millionenbereich, und der einzige Käufer scheint die Europäische Zentralbank zu sein, wobei auch deren Positionen begrenzt sind“. Was geschieht, wenn sich Portugal ebenfalls nicht mehr selbst refinanzieren kann? Ein neues Hilfspaket muss her, der Euro muss gerettet werden, koste es was es wolle. Nur nicht das Geld derer, die das Geld gaben, prächtig daran verdienen und großzügig die Schulden machten.
Vor kurzem erst gab der CSU-Generalsekretär Dobrindt Griechenland den Rat, die EU zu verlassen. Welchen Rat wird Dobrindt wohl Portugal geben? Wird er bzw. seine Partei auch Rettungspaketen zustimmen, die das Deutsche Volk für die Schulden anderer Länder haftpflichtig machen und danach Portugal zum Verlassen der EU auffordern? Es ist anzunehmen, dass es so ablaufen wird. Entscheiden doch diese Herren nicht über ihr eigenes Geld, deren Pensionen sind sicher, dafür steht das Deutsche Volk, sie entscheiden über unser Geld, unsere Zukunft, die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder.
Lag die Prokopfverschuldung Ende 2009 noch bei 20 000 Euro, so lag sie Anfang 2011 schon bei über 24 000 Euro, Tendenz steigend. Diese Schulden müssen bezahlt werden, von uns. Diese Schulden hat jeder Deutsche auf seinem Konto, egal welchen Alters, egal über welches Einkommen er verfügt.
Das Märchen, dass die EU und der Euro vor allem uns Deutschen genützt habe, ist so abgedroschen und unglaubwürdig, dass man schon sehr ignorant sein muss, um nicht zu erkennen, dass es dem Deutschen Volk heute wesentlich schlechter geht als vor 30 oder 40 Jahren. Die EU wurde nicht geschaffen, damit es uns besser geht, sie wurde geschaffen, um die BRD endgültig unter Kuratel zu stellen, aufgehen zu lassen in einem bürokratischen Monster, das direkten Zugriff auf die deutsche Leistungsfähigkeit, auf den deutschen Wohlstand gewährleistet. Die Probleme dieser Länder, wie auch aller EU- und Eurostaaten, können nicht im Rahmen der EU und des Euros gelöst werden. Diese Kreationen sind u. a. die Ursachen der Probleme, einzig allein ein Austritt, eine Auflösung kann die Wege zur Lösung der Probleme frei machen.
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