Joseph Lieberman spricht Klartext

++ US-Senator fordert mehr westliche Einmischung in Syrien ++

(gb). Der US-Senator Joseph Lieberman spricht auf der Münchner Sicherheitskonferenz deutliche Worte. Aus der versteckten Unterstützung der Rebellen und Deserteure in Syrien soll eine offene werden. Nach Lieberman gebe es eine Menge Möglichkeiten, die Aufständischen zu unterstützen. „Ich denke, wir sollten damit anfangen, die Freie Syrische Armee zu unterstützen“, so Senator Lieberman. Vorbild für diese Aktion sei die Unterstützung der Gaddafi-Gegner, die auch vom Westen mit Waffen unterstützt wurden. Wobei wir uns hier zurückerinnern sollten: anfangs wurde immer von friedlichen Demonstranten gesprochen, die den Regierungstruppen starken Widerstand leisteten. Jetzt wissen wir wie sie das schafften.

In Libyen wie in Syrien nimmt der Westen, allen voran die USA, aktiv am Geschehen teil und dürfte, wenn man die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte mit einbezieht, der Hauptverantwortliche für die Unruhen und deren Ausweitung zum Bürgerkrieg sein. „Medizinische Unterstützung beispielsweise, Unterstützung in Bezug auf Informationen, Aufklärungsergebnisse, die wir sammeln, und schließlich können wir ihnen natürlich Waffen liefern und sie ausbilden.“, so der gar nicht so liebe Mr. Lieberman, der wie sein israelischer Namensvetter Avigdor Lieberman, wie es scheint, ein Freund des Krieges ist. Dieser Avigdor Lieberman forderte im Jahr 2002 die israelische Armee auf „keinen Stein auf dem anderen zu lassen“ und auch zivile Ziele wie Geschäfte, Banken und Tankstellen „dem Erdboden gleichzumachen”.

Genau dieser Avigdor Lieberman schlug 2003 vor, freigelassene palästinensische Gefangene mit Bussen an einen Ort zu bringen, „von dem aus sie nicht zurückkehren“, anderen Quellen zufolge schlug er vor, die Gefangenen im Toten Meer zu ertränken. Dieser Avigdor Lieberman wurde in Moldawien geboren, wanderte 1978 nach Israel ein und erhebt nun Anspruch auf das Land, in dem weder er noch seine Vorfahren jemals gelebt haben und vertreibt diejenigen die seit Jahrhunderten dort ansässig sind. Hier wäre es einmal angebracht, die Familiengeschichten jener zu überprüfen, die heute Ansprüche auf dieses Land erheben. Ob sie jemals überhaupt dort ansässig waren oder nur bekehrte Juden sind, die den Glauben irgendwann einmal angenommen haben. Haben diese Leute wirklich ein „Rückkehrrecht“?

Sein Namensvetter, der US-Senator, brennt geradezu darauf, nachdem der westliche Resolutionsentwurf von Russland und China abgelehnt wurde, den Bürgerkrieg in Syrien weiter zu schüren und die Region zu destabilisieren. Das Ziel dieser Menschenfreunde dürfte klar sein, sie arbeiten seit Jahrzehnten an der Verwirklichung der Dominotheorie, die sie den Kommunisten unterstellten, und nehmen sich ein Land nach dem anderen vor, stürzen Regierungen, zetteln Aufstände und Bürgerkriege an, die diese Länder und oft ganze Regionen in Unruhe versetzen und den dort ansässigen Menschen Tod, Not und Elend bringt. Aktiv sind sie derzeit vor allem im Nahen Osten, Asien und Afrika.

Bezeichnend ist ebenfalls, dass die gleichgerichteten westlichen Medien in dasselbe Horn stoßen und die Völker des Westens auf einen neuen Krieg vorbereiten und die Kriegsbereitschaft fördern wollen. Im Falle des Irans wird gar über den Einsatz von Atomwaffen gesprochen. Die Errichtung eines Raketenabwehrschirmes soll Europa und die USA vor Raketen aus dem Iran und Nordkorea schützen, ich habe den Eindruck, die letztgenannten Länder hätten diesen Raketenabwehrschirm dringend nötig. Denn nicht Raketen aus dem Iran oder Nordkorea werden Europa oder die USA treffen, sondern Raketen aus den USA, Europa und Israel werden diese Länder treffen und verwüsten. Noch zu keiner Zeit riefen die Diebe so laut und häufig „Haltet den Dieb“.

Durch die Einrichtung der Zentrale des Raketenabwehrschirmes in Ramstein wird unsere Heimat wieder in das Fadenkreuz russischer Atomraketen gerückt. Der Grund: dieser Raketenabwehrschirm ist in der Lage Russland bis zum Ural zu überwachen und weder die USA noch die NATO sind bereit, eine schriftliche Garantie zu geben, dass das System nicht gegen Russland eingesetzt werde. Wir, die Deutschen, wurden darüber natürlich nicht befragt, ob wir denn „beschützt“ werden wollen. Unser Land wird wieder einmal als Schlachtfeld für fremde Kriege auserkoren. Wurde darüber überhaupt im Bundestag debattiert? Oder können die Kolonialherren einfach bestimmen, dass dieser oder jener Stützpunkt in unserem Land errichtet wird?

Wer sich die weltweite Politik der USA ansieht, kann erkennen, dass sie nur „Freunde“ und „Verbündete“ haben, die ihnen ihre Wünsche von den Lippen ablesen und diese unterwürfig erfüllen. Alle anderen sind potentielle Gegner und werden dementsprechend behandelt. Für mich oder gegen mich, etwas anderes kennen die USA nicht. Vietnam, Chile, Irak, Afghanistan, Libyen u. a. sind seit Ende des Zweiten Weltkrieges Marksteine der „Friedenspolitik“ der USA, unserer transatlantischen „Freunde“.  „Sag mir, wer Deine Freunde sind und ich sage Dir, wer Du bist.“

Siehe dazu auch:

Libyen: Auf „Befreiung“ folgt das Chaos

Wer hätte das gedacht? Opposition in Syrien wird von den USA finanziert

Kolumne – Arabischer Frühling an toten Christen

Kolumne – Kriegstreiber gestern und heute

1 Kommentar von "Joseph Lieberman spricht Klartext"

  1. HerrHybris's Gravatar HerrHybris
    8. Februar 2012 - 15:04 | Permalink

    Die Einrichtung der Abwehrzentrale in Deutschland ist ein geschickter Schachzug der Zionisten! Deutschland “bedroht” Rußland. Rußland muß reagieren. Zwei potentielle Partner werden entzweit. Rußland wird wieder draußen und Deutschland unten gehalten. Die Zionistin Merkel weiß, was sie tut! Das Verbrechen am Deutschen Volk ist perfekt!

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