Die Lösung des Problems: Griechenland umbenennen!

+++ Plagiator Chatzimarkakis präsentiert Weg aus der Krise +++

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(gb). Jorgo Chatzimarkakis, griechischer Europaabgeordneter der FDP, hat Vorschläge zur Lösung des griechischen Problems unterbreitet. Wie WeltOnline meldete, meinte er, Griechenland leide an einem negativen Image, daher brauche das Land eine neue Verfassung und einen neuen Namen. „Der Name Griechenland steht bei vielen in Europa für ein kaputtes politisches System, Vetternwirtschaft. Im Zuge eines ehrlichen Neuanfangs sollte die griechische Verfassung neu geschrieben und das Land in allen Sprachen konsequent „Hellas” genannt werden. … Das Land braucht ein neues Image, sagte er der BILD.

Wie er in dem Interview weiter ausführte, brauche Griechenland ein komplett neues System, das aktuelle müsse zerfallen und dann durch ein neues ersetzt werden. Das derzeitige System sei von Vetternwirtschaft geprägt, so vermittelten Politiker gegen Wählerstimmen Arbeitsplätze beim Staat. Weiter stellte Chatzimarkakis die Frage, „Wollen wir einen regelrechten Armutskrieg in Griechenland riskieren? Wollen wir zulassen, dass Menschen für Nahrung töten?“.

Griechenland brauche Wirtschaftswachstum, am besten wäre ein Ende der Parteienregierung, ersetzt durch ein Kabinett der Technokraten um Ministerpräsident Lukas Papademos. Die Troika setze auf Sparen und vergesse das Wachstum. Der FDP-Europaabgeordnete weiter: „Griechenland braucht jetzt Wachstum und neue Jobs…..Das griechische Problem könnte in eine gigantische europäische Tragödie führen.“

Der forsche Grieche machte zuletzt auch wegen einer Plagiatsaffäre von sich reden, ihm wurde ebenfalls der Doktortitel entzogen. Dass Chatzimarkakis glaubt, die Umbenennung eines Landes ändere sein Image, mag dem Umstand geschuldet sein, dass sich auch Banken, Firmen oder bestimmte Personen dieser Praxis bedienen. Wer nichts zu verbergen hat, der ändert seinen Namen nicht, wer zu seinen Fehlern steht, ebenfalls nicht. Verschleiern ist die Praxis von Betrügern, Täuschern und sonstigem Gelichter (Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel).

Auffallend ist, dass bei den Vorschlägen des Freien Demokraten kein Wort darüber verloren wurde, was das griechische Volk will. Kein Wort von Wahlen, kein Wort von Volksabstimmung, kein Wort davon, dass die EU, der IWF und weiß Gott wer noch, den Griechen strenge Sparauflagen verordnet haben. Kein Wort auch darüber, dass der eingesetzte Ministerpräsident Lucas Papademos, Mitglied der Trilateralen Kommission Amerikas ist, einer privaten Organisation die 1973 auf Betreiben David Rockefellers gegründet wurde. Mitglieder dieser Kommission sind/waren u. a. Josef Ackermann, Zbigniew Brzeziński, Henry Kissinger, Otto Graf Lambsdorff, David Rockefeller, Edmund Rothschild, Volker Rühe, Helmut Schmidt, Gerhard Schröder, Heinz Oskar Vetter, Robert Zoellick.

Die Trilaterale Kommission ist mit ca. 300 – 400 Mitgliedern aus Nordamerika, Japan und Europa besetzt, sie hat das Ziel die „Zusammenarbeit“ dieser Regionen zu verbessern. In dieser Kommission wird Politik gemacht und bestimmt, losgelöst von den Ländern, den Wählern und allem was man uns vormacht, dass wir einen bestimmten Einfluss auf das Geschehen hätten. Dass Chatzimarkakis vorschlägt, das Parteiensystem solle durch eine Technokratenregierung ersetzt werden, bedeutet, dass er vorschlägt einen (kalten) oder vielleicht auch heißen Putsch durchzuführen, eine neue Verfassung vorzugeben und die Griechen den Interessen der internationalen Finanznomaden zu opfern und sie ihnen direkt zu unterstellen, er nennt dies ein Kabinett der Technokraten.

Es ist ein Menetekel, wie offen mittlerweile darüber gesprochen wird, auch die minimalsten Einflussmöglichkeiten der Bürger eines Landes weiter zu beschneiden oder gar auszuhebeln.
Dass dies von einem Europaabgeordneten der FDP kommt und widerspruchslos hingenommen wird, von der Presse, wie auch von der Partei dieses „Demokraten“, zeigt was uns allen bevorsteht, wenn darüber gesprochen wird, sog. Defizitsünder, hochverschuldete Länder etc. unter Verwaltung zu stellen. Da auch die BRD ein hochverschuldetes Land ist, derzeit liegt die Staatsverschuldung bei über 2 Billionen Euro, könnten auch wir unter die Verwaltung einer sog. Technokratenregierung gestellt werden, in der dann Banker und Vertreter von Privatgruppen ganz offen den Ton angeben.

Dass das griechische Problem zu einer Tragödie gigantischen Ausmaßes führen könne, mag sein, zumindest in den Augen jener, die die EU und den durch sie zu schaffenden Zentralstaat, für sich als Zukunftsperspektive sehen, deren Felle durch einen Zusammenbruch davonschwimmen. Dass das griechische Problem dazu führen könnte, dass die EU auseinanderbricht, der Euro dadurch in Bälde Geschichte würde, mag für die da oben eine Tragödie sein, für die Völker der EU wäre es ein Glücksfall und sie könnten sich endlich wieder an dem orientieren, was ihre Bedürfnisse und Interessen sind, die meist nicht mit den Interessen und Vorgaben aus Brüssel übereinstimmen.

Siehe dazu auch:

Wird Portugal das neue Griechenland?

4 Kommentare von "Die Lösung des Problems: Griechenland umbenennen!"

  1. Zwiebelkuchen's Gravatar Zwiebelkuchen
    6. Februar 2012 - 15:29 | Permalink

    Und wenn man trockene Scheiße – in Drei-Teufels-Namen – nun Schokoladenkuchen nennt, essen würd ich’s doch nicht.

  2. Mönch Gregor's Gravatar Mönch Gregor
    6. Februar 2012 - 15:32 | Permalink

    Herr Chatzimarkakis legt eben viel Wert auf Äußerlichkeiten. So ist es auch erklärlich, warum sich auf seiner Netzseite, trotz Entzuges des Doktortitels, im Lebenslauf der Satz findet:
    “Juni 2000 Abschluss der Promotion am Lehrstuhl für Politische Wissenschaft, Bonn”
    http://www.chatzi.de/de/zur-person/lebenslauf-jorgo-chatzimarkakis.html

  3. Buko's Gravatar Buko
    6. Februar 2012 - 22:47 | Permalink

    Vielleicht sollte man Griechenland in “Deutsch”-Land umbenennen….. dann sind wenigstens die Deutschen dran schuld, wenn der €uro flöten geht!!! *harharhar*

  4. Wetekamp's Gravatar Wetekamp
    7. Februar 2012 - 13:48 | Permalink

    Na, dann hat der Postillion ja vielleicht doch (bald) recht …
    http://www.der-postillon.com/2012/02/krisenregionen-verwechselt-syrien.html#more

2 Trackbacks von "Die Lösung des Problems: Griechenland umbenennen!"

  1. am 8. Februar 2012 um 12:04
  2. am 14. Februar 2012 um 17:03

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