+++ Teheran: „Das trifft die EU härter als Iran“ +++
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Brüssel/Teheran (gn). Mit einem Ölembargo gegen den Iran hat sich die Europäische Union (EU) gestern erstmals mit ernsthaften politischen Sanktionen in den „Atomkonflikt“ im Nahen Osten eingemischt. Spätestens bis zum 1. Juli des laufenden Jahres soll kein Öl mehr aus dem Iran nach Europa importiert werden. Hintergrund sind die vermutbaren Pläne des Iran zur Entwicklung einer Atombombe, die in erster Linie Israel seit Jahren ein Dorn im Auge sind. Aus Teheran heisst es diesbezüglich, dass ein solches Embargo hauptsächlich die europäischen Wirtschaften selbst treffe. Und dies scheint nicht an den Haaren heibeigezogen zu sein: Immerhin sind die Hauptabnehmer iranischen Öls auf dem europäischen Kontinent gerade die euro-schwachen Südstaaten Griechenland, Italien und Spanien.
„Wir können aber nicht akzeptieren, dass Iran nach der Atombombe greift“, so der deutsche Außenminister Westerwelle (FDP) gegenüber der Welt. Fundierte Belege eines iranischen Atomwaffenprogramms gibt es demgegenüber nicht. Lediglich bisher umstrittene Geheimdiensteberichte sollen diese Vermutung nahelegen – Sie bleiben der interessierten Öffentlichkeit jedoch nach wie vor verborgen. Darüber hinaus friert die EU die Konten der iranischen Zentralbank ein, um bilaterale (zwischenstaatliche) Abkommen zu unterbinden. Damit greift die Brüsseler Zentralbürokratie einmal mehr in die nationalstaatlichen Souveränitätsrechte der Euroländer ein.
Aus Teheran heisst es, dass angesichts der wirtschaftlichen Schwierigkeiten der EU, diese Sanktionen Europa härter treffen als den Iran. Und das stimmt. Betroffen sind zuvorderst die euro-schwachen Südstaaten Griechenland, Italien und Spanien. Der griechische Ölbedarf wird vom Iran mit 30% gedeckt, der spanische mit 12% und der italienische mit 13%. Insbesondere Griechenland wird auf Grund seiner Zahlungsschwierigkeiten Probleme haben, nunmehr neue Öl-Lieferanten zu finden. Welche weiteren politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen diese Maßnahme nach sich trägt, kann derzeit noch nicht abgeschätzt werden. Aus Moskau hieß es gestern, dass die EU-Sanktionen einseitige und nicht hilfreiche Schritte seien.
Siehe dazu auch:
Tötete der Mossad einen iranischen Atomforscher?
Israel bedankt sich für Raketengeschenk
Drohne der USA im Osten des Iran abgestürzt
Iran: Boykott der Verhandlungen zum atomwaffenfreien Nahen Osten












Wie blöd kann man eigentlich sein? Diese Sanktionen werden tatsächlich die EU selbst viel stärker treffen als den Iran. Mit diesen Sanktionen werden die EU-Südländer noch stärker von Deutschland abhängig werden. Entweder wir zahlen nun noch mehr, oder die EU geht noch schneller zu Grunde. Die USA werden sich freuen. Auf die Art werden die USA ihren größten Wirtschaftskonkurrenten los.
Und auch die Grünen werden nun wohl jubeln. Mit diesem Öl-Einfuhrstopp werden die Benzinpreise in der EU gewaltig ansteigen. Ende dieses Jahres werden wir dann wohl 2,50 Euro für den Liter Benzin bezahlen müssen. Die alte Forderung der Grünen (Benzin solle 5 Mark pro Liter kosten) wäre dann endlich erfüllt!
“„Wir können aber nicht akzeptieren, dass Iran nach der Atombombe greift“, so der deutsche Außenminister Westerwelle (FDP) gegenüber der Welt”
Warum können “wir”(?) das nicht akzeptieren? Von mir aus kann der Iran gerne sein Geld für Atomwaffen ausgeben.
Der kalte Krieg hat es doch gezeigt: Sobald wie BEIDE Seiten über Atomwaffen verfügen, werden diese niemals eingesetzt. Da die eine Seite schon über reichlich Atomwaffen und geschenkte deutsche U-Boote mit Raketenabschussvorrichtungen verfügt, warum soll der Iran nicht auf diese Bedrohung antworten?
Mit einer Grafik auf den Punkt gebracht:
https://sturmgeier.wordpress.com/2012/01/24/geschichte-wiederholt-sich-1933-2012/