+++ Trotz mehr arbeiten ist Armutsrisiko für Deutsche höher +++
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(fm). Die Deutschen arbeiten durchschnittlich sechs Wochen pro Jahr mehr als die Franzosen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der französischen Beratungsgesellschaft COERexecode, die sich auf Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat für das Jahr 2010 stützt. Die Daten beziehen sich auf die effektive Arbeitszeit und berücksichtigen auch Fehlzeiten durch Krankheit oder andere Gründe. Demnach sind die Franzosen durchschnittlich 1679 Stunden im Jahr in ihren Unternehmen tätig, die Deutschen arbeiten hingegen 1904 Stunden. Die deutschen Selbstständigen arbeiten sogar 2453 Stunden im Jahr. Während in Deutschland eine 40-Stunden-Woche die Regel ist, brauchen die meisten Franzosen nur 35 Stunden in der Woche zu arbeiten.
Obwohl die Deutschen mehr arbeiten, sind sie wiederum deutlich höher von Armut bedroht als andere europäische Völker. So sind die Franzosen trotz kürzerer Arbeitszeiten besser gegen Armut geschützt. Während Deutsche nur ein Jahr Anspruch auf Arbeitslosengeld haben, bevor sie in die HARTZ-IV-Armut abrutschen, erhalten die Franzosen doppelt so lange (zwei Jahre) Arbeitslosengeld.
Aufgrund dieser besonders ungünstigen Rahmenbedingungen werden auch immer weniger deutsche Kinder geboren. Bei der Geburtenrate ist Deutschland sogar Schlusslicht in der gesamten EU. In keinem der 27 EU-Staaten werden weniger Kinder geboren. So wurden hierzulande nur noch 0,83 Kinder je 100 Einwohner geboren – der EU-weite Durchschnitt liegt bei immerhin 1,07. Die Spitzenplätze belegten dabei das Vereinigte Königreich mit 1,30 Kindern je 100 Einwohner und Frankreich mit 1,28.
Auch in der Einwanderungspolitik gibt es große Unterschiede. Während in Deutschland von Jahr zu Jahr mehr Asylbewerber aufgenommen werden, schiebt Frankreich zunehmend Ausländer ab, um das eigene Sozialsystem zu entlasten. Vielleicht liegt auch genau darin der Unterschied, warum es den Franzosen vergleichsweise besser geht.
Siehe dazu auch:
Armutsrisiko ist in Deutschland besonders hoch
Geburtenrate: Deutschland Schlusslicht in der EU












Tja, einer muss doch die Kohle rannschaffen!
Sehr interessanter Artikel. Und der letzte Satz bringt es auf den Punkt!
Fernsehgeräte je 1000 Einwohner
Computer je 1000 Einwohner
Internetnutzer je 1000 Einwohner
PKW je 1000 Einwohner
BSP ($)
BIP ($) je Einwohner
in allen belangen geht es den deutschen besser.
welt-in-zahlen.de
ländervergleich deutschland-frankreich