Armutsrisiko ist in Deutschland besonders hoch

+++ Dank Rot-Grün: Vom Mittelstand in die Armut +++

Berlin (fm). In Deutschland sind arbeitslose Menschen deutlich höher von Armut bedroht als in anderen Ländern Europas. Nach neuen Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat waren zuletzt 70 Prozent der Erwerbslosen in Deutschland armutsgefährdet. Im EU-Durchschnitt waren es dagegen lediglich 45 Prozent, berichtet die Berliner Zeitung. Der Grund für das höhere Armutsrisiko von Erwerbslosen liegt hierzulande in der relativ kurzen Bezugsdauer des Arbeitslosengeld I. Deutsche Arbeitslose erhalten nur ein Jahr (52 Wochen) das relativ existenzsichernde Arbeitslosengeld I, und stürzen danach sofort in die HARTZ-IV-Armut ab. Zum Vergleich: In Frankreich und den Niederlanden gibt es das Arbeitslosengeld bis zu 104 Wochen, in Dänemark sogar bis zu 208 Wochen.

Zudem werden in Deutschland immer mehr Arbeitsverträge nur befristet abgeschlossen, so daß die Betroffenen die notwendige Beitragszahlungsdauer zum Anspruch aufs Arbeitslosengeld gar nicht erreichen können. So stürzen sie meist nach einem Jahr Arbeit direkt in HARTZ-IV. Viele befinden sich mittlerweile in dem Teufelskreis: ein Jahr arbeiten, anschließend längere Zeit HARTZ-IV – danach wieder ein Jahr arbeiten und wieder HARTZ-IV, und so weiter. Meist sind die gezahlten Löhne auch so gering, daß der Anspruch für ein eventuelles Arbeitslosengeld sogar niedriger liegt als der HARTZ-IV-Satz.

Besonders ungerecht ist es, daß Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben, quasi mit denjenigen gleichgestellt werden, die noch nie in die Sozialkassen eingezahlt haben. Wer über 30 Jahre gearbeitet hat, erhält nach einem Jahr Arbeitslosengeld genauso wenig Geld, wie derjenige, welcher hier noch nie gearbeitet hat. Ein eingewanderter Ausländer hat hier vom ersten Tag an denselben Anspruch wie ein deutscher Arbeiter nach über 30 Arbeitsjahren. Vor allem in den letzten Jahren hat sich die Lage dramatisch verschärft. Die Armut steigt seit den „arbeitsmarktpolitischen Entscheidungen“ der SPD-Grünen-Regierung sprunghaft an. Diese rot-grünen Beschlüsse haben den Niedriglohnbereich massiv ausgeweitet. In den letzten Jahren wurden viele gutbezahlte Vollzeitstellen durch schlecht bezahlte Minijobs ersetzt.

Siehe dazu auch:

Zwei Millionen Kinder in Deutschland von Armut bedroht

Sachsen-Anhalt: Jedes dritte Kind lebt in Armut

Geburtenrate: Deutschland Schlusslicht in der EU

Wer wenig verdient stirbt früher

Die Reallöhne der Deutschen sinken deutlich

Immer mehr Deutsche müssen zu Niedriglöhnen arbeiten

2.400.000 Deutsche benötigen zwei Arbeitsstellen

Altersarmut nimmt dramatisch zu

Viele Leiharbeiter müssen wegen geringem Lohn zusätzlich Hartz-IV beantragen

1-Euro-Jobs verdrängen reguläre Arbeitsplätze

Deutsche Fachkräfte werden zunehmend arbeitslos

Jede zweite Neueinstellung ist nur befristet und schlecht bezahlt

Die Kluft zwischen arm und reich wird immer größer: Die Mittelschicht schrumpft

4 Kommentare von "Armutsrisiko ist in Deutschland besonders hoch"

  1. HeinrichKunze's Gravatar HeinrichKunze
    12. Januar 2012 - 00:58 | Permalink

    Aber trotz dieser Tatsachen geht es der Masse noch gut.
    Niemand muckt auf, die wenigsten fangen an zu denken.
    Und bei der nächsten Wahl macht man wie gehabt wieder an der alten Stelle sein Kreuzchen, mit der Angst im Nacken, es könnte ja noch schlimmer kommen. Manchmal denke ich das diese Leute mit aller Gewalt verarscht und ausgenommen werden wollen, denn so dämlich kann man ja eigentlich nicht sein immer wieder die gleichen Volksbetrüger zu wählen.
    So schlimm wie die Zustände auf dem Arbeitsmarkt und im sozialen Netz sind, es muss wahrscheinlich noch dicker kommen, ehe die Leute aufwachen.
    …………und es wird dicker kommen!
    Wir haben noch den Austausch der letzten gutbezahlten deutschen Fachkräfte gegen ausländische, fast rechtlose Billigarbeiter vor uns und die Einwanderung ins soziale Netz nimmt auch weiter zu.
    Nach weiteren kürzungen im sozialen Bereich wird es letztendlich, völlig überlastet, zusammenbrechen.
    (Siehe vorerst Griechenland und Spanien !!!)

  2. Hans_in_Wut aus US-Kolonie's Gravatar Hans_in_Wut aus US-Kolonie
    12. Januar 2012 - 05:22 | Permalink

    @HeinrichKunze

    Das Problem ist einfach das,dass sich der deutsche Michel förmlich windet vor Schmerz wenn man versucht ihn aufzuwecken!

    Aber wie sie schon schrieben,der Masse geht es noch verhältnismäßig gut.Solange wird nichts passieren!Leider.

  3. 12. Januar 2012 - 18:20 | Permalink

    Machen Sie was dagegen, zum Beispiel http://www.aktionsbuendnis-familie.de – Dort können Sie bei einer “Virtuellen Demonstration” teilnehmen … je mehr, desto eher können Familien auf Gerechtigkeit pochen!

  4. alonselig's Gravatar alonselig
    14. Januar 2012 - 15:37 | Permalink

    Nach WW1 ging es sehr schnell das ausbluten von Deutschland.
    Nach WW2 habens dazugelernt, die versklavung des volkes hat funktioniert.
    Deutschland als eines der Wirtschaft stärksten Länder macht pro stunde 60 Millionen schulden. Ein dreifaches hoch auf die politik. Die 27 EuLänder haben zusammen 99 BILLIONEN Schulden. Wer da noch glaubt das die herschende Politik die interessen des Volkes vertritt, der hat anscheinend keine zeit sich mit ihr zu beschäftigen. Uns wurde schon einmal bewiesen wie schnell man ein Land auf vordermann bringen kann wenn man nur will. Im Moment will keiner.
    Denn als eines der witrschaftsstärksten Länder sollte es nichteinmal annähernd soetwas wie Armut geben. Denn sonst hat Leben und Arbeiten das heisst wert schaffen ,etwas Leisten an sich in keinem Land einen sinn mehr, Wenn man trotzdem immer weiter verschuldet wird.-das war ein ganz kurzes kommentar dazu.

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