Wegen „Belanglosigkeit“ – 22-Jähriger vermutlich von Ausländern erstochen

+++ Polizei verschweigt Herkunft des Täters +++

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Osnabrück (fm). Kurz vor dem Besuch des türkischen Staatspräsidenten Abdullah Gül wurde in Osnabrück ein 22-Jähriger erstochen. Das Opfer war nach Angaben der Staatsanwaltschaft am Sonntagmorgen nach einer Feier mit vier Frauen auf dem Weg in die Innenstadt. Dort trafen sie um zwei Uhr nachts auf eine Gruppe von vier aggressiven Jugendlichen, die sofort Streit mit dem 22-Jährigen anfingen und ihn tätlich angriffen. Nach Angaben der Polizei brach der Streit wegen einer „Belanglosigkeit“ aus. Erst schlugen sie auf den 22-Jährigen ein, dann zog ein 17-Jähriger ein Kampfmesser und stach zweimal auf den 22-Jährigen ein. Der junge Mann ist im Krankenhaus an den schweren Verletzungen verstorben. Gegenüber den KOMPAKT-Nachrichten sagte die Pressesprecherin der Polizei, dass es sich bei dem vermutlichen Täter um einen „deutschen Staatsbürger“ handelt. Gleichwohl verschwieg man die tatsächliche Herkunft des in Untersuchungshaft Sitzenden mit dem Verweis darauf, dass man die Herkunft eines Migranten in der zweiten oder dritten Generation nicht mehr genau feststellen kann.

Die rechtsmedizinische Untersuchung des Mannes hat ergeben, dass ein Messerstich im Bauchbereich zum Tode führte. Die Mordkommission hat das mutmaßliche Tatmesser gefunden. Durch kriminaltechnische Untersuchungen wird nun geprüft, ob es sich tatsächlich um das Messer handelt, mit dem der 22-jährige getötet wurde. Die Polizei konnte die vier Täter kurz nach der Tat festnehmen. Gegen den 17-jährigen Hauptverdächtigen wurde am Montag ein Haftbefehl wegen Totschlags erlassen. Die drei weiteren Tatbeteiligten sind nach ihrer Festnahme wieder entlassen worden, so die Staatsanwaltschaft.

In Osnabrück häufen sich solche Gewalttaten. Bereits vor zwei Monaten war ein 29-Jähriger im Schinkel auf der Straße niedergestochen und getötet worden. Wie in diesem Fall haben sich Opfer und Täter nicht gekannt. Am 31. Juli sind zwei Männer am Osnabrücker Güterbahnhof brutal zusammengeschlagen worden. Ein Mann wurde schwer verletzt, der andere musste tagelang um sein Leben ringen. Viele Bürger haben in Osnabrück mittlerweile Angst, abends allein auf die Straße zu gehen.

Brisant: Osnabrück ist die Heimatstadt des Bundespräsidenten Christian Wulff. Dieser besuchte am Dienstag seine Heimatstadt gemeinsam mit dem türkischen Staatspräsidenten Abdullah Gül. Am Mittag wurden sie von Oberbürgermeister Boris Pistorius im Friedenssaal empfangen. Dort trugen sich die beiden Politiker in das goldene Buch der Stadt Osnabrück ein. Später besuchten Wulff und Gül auch die Universität Osnabrück. Dort werden türkische Imame ausgebildet, die demnächst in Moscheen auf deutschem Boden predigen sollen.

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