+++ Gewalt in unteren Spielklassen eskaliert weiter +++
Berlin / Kaiserslautern (fm). In den vergangenen Jahren ist die Gewalt auf deutschen Fußballplätzen besorgniserregend angestiegen. Während in den oberen Spielklassen sich Spieler und Fans meist friedlich verhalten, nimmt in den unteren Klassen die Gewalt seit Jahren zu. Diese geht in den meisten Fällen von Spielern und Fans mit ausländischen Wurzeln aus. Am vergangenen Wochenende sind bei zwei Spielen in Berlin und Kaiserslautern die Schiedsrichter von ausländischen Spielern und Fans niedergeschlagen und schwer verletzt worden.
In der Berliner Senioren-Landesliga zwischen Medizin Friedrichshain und dem TSV Helgoland zeigte Schiedsrichter Gerald Bothe in der 83. Minute Helgoland-Spieler Hakan Güngör wegen Meckerns die gelb-rote Karte. Hakan Güngör war jedoch mit dem Platzverweis nicht einverstanden und schlug dem Unparteiischen mit einem heftigen Faustschlag ins Gesicht. Bothe wurde so hart getroffen, daß er laut Informationen der Fußball-Woche sein Bewusstsein verlor und dabei seine Zunge verschluckte. Er drohte zu ersticken. Nur durch das beherzte Eingreifen eines TSV-Spielers, der als Rettungsassistent arbeitet, konnte der Schiri gerettet werden. Das Spiel wurde daraufhin abgebrochen, Bothe kam mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus. In der Klinik stellten die Ärzte eine Blutung im Kopf des niedergeschlagenen Schiris fest.
Schwere Ausschreitungen gab es am Wochenende auch in der Kreisliga Kaiserslautern beim Spiel Fatihspor Kaiserslautern gegen den SV Enkenbach. Die Spieler von Fatihspor verhielten sich im Spiel derart unsportlich, daß der Schiedsrichter kurz nach der Halbzeitpause bereits den dritten Platzverweis gegen Fatihspor aussprechen musste. Daraufhin verließen die Fatihspor-Spieler allesamt wütend den Platz. Daher brach der Schiedsrichter die Partie ab. Nun drehten die Fans von Fatihspor durch und griffen den Schiedsrichter an. Ein Fatihspor-Fan schlug den Schiri brutal zu Boden. Als er auf dem Boden lag, wurde er von dem Angreifer und weiteren Personen noch mehrfach getreten. Nur durch das Eingreifen der Gästespieler konnte sich der Schiedsrichter in seine Kabine retten. Vor seiner Kabine hätten zwei Spieler des SVE bis zum Eintreffen der Polizei Wache gestanden und den Schiedsrichter vor weiteren Angriffen geschützt. Als die herbeigerufene Polizei eintraf waren die Fatihspor-Fans und Spieler bereits verschwunden. Das Fatihsporer Vorstandsmitglied Nedim Baser erklärte zu den Ausschreitungen anschießend gegenüber der RHEINPFALZ, daß „der Schiedsrichter durch seine einseitigen und unverständlichen Entscheidungen provoziert hätte“.
Auch im Schwarzwald rastete am Wochenende ein ausländischer Spieler aus. Beim Spiel der Fußball-Kreisliga zwischen dem FC Kirchdorf und dem FKB Villingen schlug der Villingener Spieler Gianni Ciccone den Kirchdorfer Spieler Andreas Bölling während des Spiels mit einem brutalen Faustschlag ins Gesicht. Andreas Bölling fiel zu Boden – das Gesicht voller Blut durch eine Platzwunde am linken Auge und mit geschwollener linker Gesichtshälfte. Er musste mehrere Minuten behandelt werden und trug neben der Platzwunde auch noch eine Schädelprellung davon. Am Montagabend stellte er bei der Polizei Strafanzeige gegen Gianni Ciccone wegen Körperverletzung. Die Staatsanwaltschaft werde nun entscheiden, ob gegen Ciccone weiter ermittelt wird. FKB-Spielertrainer Almir Smakovic nahm jedoch seinen Spieler in Schutz. Gegenüber dem Südkurier sagte er: „Gianni spielt mit viel Temperament. Aber ich bin überzeugt, dass es nicht absichtlich war.“ Dabei hatte dieser den Faustschlag schon einige Minuten vor der Tat angekündigt. Smakovic unterstellt den Kirchdorfern stattdessen, dass man Ciccone zuvor „provoziert habe“. Somit dürfte es von Vereinsseite keine Konsequenzen für den Schläger geben. Für den niedergeschlagenen Andreas Bölling war dies im Übrigen das letzte Spiel. Er hat seine Fußballkarriere beendet.
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Primitive Zeitgenossen verstehen weder unsere Kultur noch Spielregeln.
Ihre primitive Geisteshaltung ist sicher von Gott so gewollt.