FDP springt auf Anti-Euro-Zug auf

Klientel-Partei versucht mit „rechten Parolen“ zu punkten

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(fm). Die FDP befindet sich im freien Fall. Nachdem diese nach der letzten Bundestagswahl ihr wahres Gesicht zeigte, verlor sie beim Wähler rapide an Ansehen – fiel von 14,6 Prozent auf rund 4 Prozent ab. Bei den letzten Landtagswahlen flog sie reihenweise aus den Landtagen, erreichte in Mecklenburg-Vorpommern nicht mal mehr halb so viele Stimmen wie die NPD. Laut einer am Freitag veröffentlichten Umfrage des ZDF-Politbarometers halten 49 Prozent der Befragten die FDP inzwischen für „überflüssig“. Jetzt will die FDP das Ruder herumreißen und versucht ausgerechnet mit „rechten Parolen“ beim Wähler zu punkten.

Kurz vor der Berliner Abgeordnetenhauswahl stellt sich die FDP nun als angebliche „Anti-Euro-Partei“ dar. Führende FDP-Politiker sorgen aktuell mit „Anti-Euro-Aussagen“ für aufsehen, der Bundesvorsitzende Rösler fordert sogar eine Insolvenz Griechenlands. Solche Aussagen waren vor einigen Monaten noch undenkbar. Die FDP stellte sich stets hinter die EU und den Euro und stützte die bisherige Euro-Politik, die den deutschen Steuerzahler nun bis zu 211 Milliarden Euro kosten wird.

Gegen die EU und gegen den Euro-Rettungsschirm stellten sich bisher lediglich die rechten Parteien. Die NPD positionierte sich schon vor der Euro-Einführung gegen die Gemeinschaftswährung, und startete vor einigen Wochen eine neue Anti-Euro-Kampagne. Diese könnte auf offene Ohren stoßen, schließlich spricht sich eine Mehrheit der Deutschen gegen den EURO aus. Dies scheinen auch die derzeitigen FDP-Strategen so zu sehen. Daher versuchen sie nun den Anti-Euro-Protest entsprechend umzulenken, und der NPD das Thema zu entreißen.

Rechte Positionen – der letzte Strohhalm der FDP. Doch ob das beim Wähler zieht? Mit solchem „rechts Blinken“ versuchten auch schon CDU und CSU vor Wahlen „rechte Stimmen zu fischen“, um nach den Wahlen wieder „links abzubiegen“.

Siehe dazu auch:

NPD startet Kampagne „Raus aus dem Euro – Nein zur EU-Diktatur!“

Eurorettung kostet deutschen Steuerzahler bis zu 211 Milliarden

Griechenland darf jetzt doch pleite gehen

Deckmantel „Fachkräftemangel“: Rösler (FDP) will Zuwanderung noch mehr erleichtern

3 Kommentare von "FDP springt auf Anti-Euro-Zug auf"

  1. Inbrevi's Gravatar Inbrevi
    15. September 2011 - 13:22 | Permalink

    Natürlich klammern sich die FDP-Verantwortlichen populistisch an wohl einen der letzten Strohhalme, der vielleicht die Rettung für diese Partei bedeuten könnte.
    Sei´s drum: wichtig ist doch, daß eine gemeinsame parlamentarische Mehrheit der herrschenden Regierungskoalition nicht zustande käme, und Merkel, Schäuble und andere hörige Volksvernichter gezwungen werden, sich der Hilfe der SPD und des linksgrünen Schleims bedienen müssen
    um ihren Auftrag zu erfüllen.
    Vielleicht würde das beim gleichgültigen Deutschen Volk den Denkvorgang anschmeißen;
    vielleicht würden die Deutschen erkennen wer die CDU/CSU heute verkörpert, was die CDU/CSU heute ist und was sie nicht ist.

  2. Ulrich Meier's Gravatar Ulrich Meier
    15. September 2011 - 15:34 | Permalink

    Ähnlich ist es bei Gauweilers plötzlicher “Beförderung” in der CSU:
    http://d-mark-volk.blogspot.com/2011/09/gauweiler-und-sarrazin.html

  3. Inbrevi's Gravatar Inbrevi
    16. September 2011 - 11:53 | Permalink

    Zu Ulrich Meier –// was ja nicht gegen Gauweiler selbst spricht, denn der war auch in Zeiten als er nicht in der 1.Linie stehen durfte politisch aktiv- s. Klagen vor dem BVerG.
    Vielmehr dekuvriert sich auch diese Partei selbst.
    Obwohl ansonsten ohne Biß und Stehvermögen-nach anfänglichem Zögern werden stets die Befehle der Berliner-SED-Vertretung willig ausgeführt oder dem keifenden linksgrünen Schleim nachgegeben -weiß man wohl an der CSU-Spitze das Murren im bayerischen und restlichem deutschen Lande zu deuten –und : will es nutzen!

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