+++ Bund der Steuerzahler rechnet vor +++
(mb). Für die Rettung der Pleitestaaten Griechenland, Irland und Portugal zahlt Deutschland bekanntlich mit Abstand am meisten. Wie der Bund der Steuerzahler für heute.de nachrechnete, beläuft sich die Summe der garantierten Hilfen mittlerweile auf 280,65 Milliarden Euro. Das entspricht ungefähr allen Einnahmen des Bundes aus Steuern und Neuverschuldung in diesem Jahr. „Das Risiko, dass dieses Geld wirklich gezahlt werden muss, steigt unaufhaltsam“, erklärte Steuerzahlerpräsident Karl Heinz Däke gegenüber heute.de.
Die Summe errechnet sich aus dem deutschen Beitrag zum EFSF-Schutzschirm in Höhe von 211 Milliarden Euro, weiteren 11 Milliarden für den „Europäischen Finanzstabilisierungsmechanismus“ (EFSM), sowie 15 Milliarden für Reserven des Internationalen Währungsfonds (IWF). Dann ist da noch das Rettungspaket für Griechenland, welches mit 23,4 Milliarden Euro zu Buche schlägt, und schließlich 20,25 Milliarden für griechische Staatsanleihen, die die Europäische Zentralbank (EZB) aufkaufte. Verteilt man die Gesamtsumme von 280,65 Milliarden Euro auf die Gesamtbevölkerung, so ergeben sich pro Kopf gut 3.500 Euro. Dieser Betrag addiert sich zu der bereits bestehenden Pro-Kopf-Verschuldung der Bundesrepublik in Höhe von etwa 25.000 Euro (laut BdSt-Schätzung). Dass dies das sprichwörtliche Ende der Fahnenstange wäre, erscheint jedoch unwahrscheinlich; noch höhere Beträge werden längst nicht mehr ausgeschlossen…
Siehe dazu auch:
Nach Griechenland: Portugal auf Ramschniveau
Deutsche Renten wegen Euro-Rettung in Gefahr
Manager rechnet vor: Der Euro hat Deutschland schon über 2500 Milliarden gekostet












Anscheinend genügt das immer noch nicht, damit Dumm Michel wach wird, wie man aus den politischen Umfragen sieht.
Wenn das Geld selbst fehlerhaft ist, gibt es keine wie auch immer geartete Finanz- oder Wirtschaftspolitik, um die bevorstehende, größte anzunehmende Katastrophe der Weltkulturgeschichte (globale Liquiditätsfalle nach J. M. Keynes) abzuwenden.
Politiker und vorgebliche Wirtschaftsexperten sind unfähig, diese einfache Tatsache zu verstehen. Sie leben davon, dass die Volkswirtschaft eben nicht funktioniert, so wie Zahnärzte davon leben, dass viele Menschen ungesunde Zähne haben. Aus einem unreflektierten Selbsterhaltungstrieb heraus werden mathematisch korrekte Beweise einfach ignoriert:
“Zunächst muss daher allgemein erkannt und anerkannt werden, dass bei den gegenwärtigen Geldordnungen ein grundlegender und gravierender Fehler vorliegt, der die gesamte Gesellschaft destabilisieren wird”: http://www.deweles.de/files/mathematik.pdf
Dr. Jürgen Kremer, Prof. für Wirtschaftsmathematik
Dass auch der “Rest” der Gesellschaft etwas im Grunde so Einfaches wie das Geld gar nicht erst verstehen will, beruht auf einer künstlichen Programmierung des kollektiv Unbewussten, die vor Urzeiten erforderlich war, um den Kulturmenschen durch selektive geistige Blindheit an ein noch immer fehlerhaftes Zwischentauschmittel mit Wertaufbewahrungsfunktion (Zinsgeld) anzupassen, damit das, was wir heute “moderne Zivilisation” nennen, überhaupt entstehen konnte: http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/07/was-passiert-wenn-nichts-passiert.html