Noch wird es vehement bestritten, dass die USA oder die NATO die Rebellen mit Waffen unterstützt oder unterstützen will. Wie der aufmerksame Beobachter weiß, folgen solchen Dementis meist Eingeständnisse oder Handlungen, die in eben diese Richtung führen. Zuerst soll mit solchen Dementis die öffentliche Diskussion in Gang gebracht werden. Dabei beschränkt sich die „öffentliche Diskussion“ auf die Verlautbarungen der Massenmedien, die den Ton über die einzuschlagende Richtung angeben. Mittlerweile wird immer deutlicher, dass der Krieg gegen Libyen eine angezettelte Aktion war und ist.
Seit Donnerstagmorgen hat die NATO die Führung des Bombenkrieges gegen Libyen übernommen. Die USA haben sich zurückgezogen, so die offiziellen Stellen. Das Oberkommando innerhalb der NATO haben jedoch die USA und werden dies auch nicht aus den Händen geben. Lediglich die entstehenden Kosten und die politische Verantwortung wurde auf die Mitgliedsstaaten abgeschoben. Wie viel Deutschland dabei zu zahlen hat, ist derzeit noch ungewiss. Bomben und Raketen sind im Krieg schnelllebige Wirtschaftsgüter.
Nach dem Sieg der Alliierten wird Libyen wieder aufgerüstet werden müssen, die Rüstungsproduzenten der USA, Frankreichs und Groß-Britanniens können sich schon heute auf gute Geschäfte einstellen. Bei den „humanitären Zielen“ dienenden Bombenangriffen auf Tripolis wurden viele Zivilisten getötet. Dies bestätigte der Bischof von Tripolis als er sagte, dass bei den „sogenannten humanitären Angriffen“ in Tripolis, dutzende Zivilpersonen getötet worden sein sollen. Dabei berief er sich auf Berichte vertrauenswürdiger Augenzeugen. Durch den Einsturz eines Gebäudes im Stadtviertel Buslim gab es 40 Todesopfer. Gaddafi ist allerdings ein zäherer Gegner, als die Angreifer vermuteten.
Die Rebellen werden trotz massiver Luftunterstützung immer wieder zurückgeschlagen. Ein dauerhafter Bürgerkrieg wird mittlerweile befürchtet. Das Bild der militärisch allmächtigen USA wird durch einen solchen Misserfolg weiter ramponiert werden. Die Unfähigkeit, Kriege zu einem erfolgreichen Ende zu bringen, wird geradezu ein Merkmal der amerikanischen Kriegsführung. Vielmehr schüren die USA Dauerkonflikte und verhindern, dass sich Nachbarstaaten und gegnerische Gruppen innerhalb eines Landes zusammenraufen und danach wieder zur Tagesordnung übergehen.
Siehe dazu auch:
Obama: Deutschland ist politisch nicht mehr zuverlässig











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