Der Tageskommentar – Kolumne von Michael Winkler
Wissen Sie, wie so ein Heuschreckenschwarm funktioniert? Die Viecher kommen in Massen an, jedes einzelne geht an die Arbeit (z.B. Kahlfressen eines Feldes) und obwohl jedes der Tierchen nur ein oder zwei Blätter vertilgt, ist die Arbeit ruck-zuck erledigt. Wissen Sie, wie eine Autobahnbaustelle funktioniert? Erst werden ein paar Schilder aufgestellt, wie lange man den Verkehr zu behindern gedenkt. Dann wird die Autobahn verengt, auf, sagen wir, zehn Kilometer.
Als nächstes stellt man ein paar malerische Baumaschinen auf und jeder, der daran vorbeifährt, beispielsweise Freitag Vormittag um halb zehn Uhr, entdeckt mit etwas Glück auf zehn Kilometer fünf Arbeiter, die einen Lkw und eine der Baumaschinen bewegen. Auf diese Weise leistet jeder dieser paar Hansel ganz viel Arbeit und nichts geht voran. Vielleicht sollte man die Leiter der Autobahnmeistereien mal bei einem Heuschreckenschwarm zuschauen lassen.
Ach so, ja: der 8. April war “Tolerance Day”. Vielleicht sollte man einfach mal rechnen: 80 bisher arbeitslose Migranten mit Pickeln und Schaufeln ersetzten einen deutschen Arbeiter mit Bagger. 1.200 arbeitende Migranten auf zehn Kilometern Autobahnbaustelle sind ein echtes Programm zur Förderung der Toleranz. Das Prinzip des Heuschreckenschwarms, Sie verstehen? Neben der Toleranz vermittelt ein solcher Arbeitseinsatz den Damen und Herren Migranten die Gewöhnung an Arbeit, die Würde, für den eigenen Lebenserhalt selbst zu sorgen und eine Einführung in die Erlebniswelt der Einheimischen, weil so jeder am eigenen Leib erfährt, woher die bislang empfangenen Hartz-IV-Gelder stammen. Zudem lernen die Damen und Herren Migranten, daß man mit seiner Zeit noch andere Dinge anfangen kann, als Drogen zu verkaufen, zu Betteln, Diebstähle und Raubüberfälle zu begehen.
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Wie sollte denn die Autobahn dann aussehen, wenn Leute aus Afrika diese bauen würden? Ne, ne die sollten mal lieber in ihrer Heimat bleiben….
In Hamburg haben Jugoslawier die Fassade des Nachbarhauses verklinkert, sie kamen bei jedem Arbeitsschritt zu unserem neu gebauten Haus gelaufen und guckten, wie unsere deutschen Bauarbeiter das gemacht haben. Als sie eine Wand fertig hatten, stürzten die Klinker ab. Der Nachbar hatte billig gebaut und mit den Fremdarbeitern nur Pech, das Haus ist wahrscheinlich heute noch eine Bauruine, wir sind ja aus dem Moloch HH schon lange rausgezogen.
Ich denke, es gibt ne ganze Menge Hilfsarbeiten, die die Leute machen könnten und müßten. Und wenn’s nur den Effekt hätte, daß sie sich dann bald wieder in ihre Heimat absetzen würden, denn wenn sie schwer arbeiten müssen, um ein bißchen Geld zu bekommen – naja, das können sie schließlich auch zu Hause.
Außerdem könnte man ja das “ausländische Facharbeiterpotential” in Ihre Heimatländer rückführen, um dort mehr Infrastruktur und vielleicht auch höhere Löhne einzuführen…