Kommt jetzt auch noch eine „Frauenquote“ für Unternehmen?

Ursula von der Leyen (CDU) strebt eine Frauenquote von 30 Prozent in Vorständen und Aufsichtsräten an. Familienministerin Kristina Schröder (CDU) und Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) sind (noch) gegen eine feste Einheitsquote und appellieren an die Unternehmen, eine freiwillige Quotenerhöhung durchzuführen. Um einen Koalitionskrach zu vermeiden, ist von der Leyen aber zunächst mit einer flexiblen Lösung einverstanden. Damit dürfte sich die CDU endgültig vom christlich-konservativen Familienbild verabschiedet haben. Erst kürzlich unterschrieb darüberhinaus Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Böhmer (CDU) eine „Charta“, deren Ziel eine höhere Ausländerbeschäftigung für Unternehmen vorsieht. Ist ein ähnlicher Vorgang nun auch in Form einer „Frauenquote“ zu erwarten?

Als Kompromisslinie nannte von der Leyen den „sehr klugen Vorschlag“ von den Frauen in der Unions-Fraktion, wonach den Unternehmen zunächst bis 2013 eine „Entwicklungsmöglichkeit“ auf freiwilliger Basis für einen höheren Frauenanteil in Führungspositionen gegeben werden soll. Andere sind da schon etwas direkter: Linken-Chefin und Kommunismus-Befürworterin Gesine Löztsch fordert eine „Plansollquote“ von 50% für Frauen. Wenn durch den „freiwilligen Zwang“ die Zahlen nicht erreicht werden, dann soll automatisch eine gesetzliche Quotenverpflichtung bis zum Jahr 2018, für Männer wie für Frauen, eingeführt werden.

Ich möchte gerne, dass wir einen gemeinsamen Weg gehen“, sagte von der Leyen. Sie gehe davon aus, dass ein abgestimmter Gesetzesentwurf im Laufe des Jahres vorliegt. Schon im nächsten Monat will die Bundesregierung Gespräche mit den Personalvorständen der 30 Dax-Unternehmen über einen höheren Frauenanteil in Spitzenpositionen aufnehmen. In der Führung der 500 größten Unternehmen in Deutschland befinden sich 49 Frauen. Dies entspricht rund 2,4 % aller Vorstands- und Geschäftsführungspositionen in den Unternehmen. Was aber sagen diese Zahlen und Quoten aus? Dass vielen Frauen trotz guter Ausbildung die Familie wichtiger ist? Oder vielleicht, dass nur wenige bereit sind, mit einem 16 Stunden Arbeitstag und harten Ellenbogen, den steinigen Weg der Karriereleiter aufzusteigen? Selbst diese Frauen gibt es und soll es auch geben, nur nicht mit Quoten. Wer das Zeug zum Chef hat, der soll es auch werden. Viele Berufszweige sind reine Frauendomäne, andere Berufe sind auf Grund der körperlichen Anstrengungen alleine Männern vorbehalten. Wer möchte schon eine Quotenregelung auf dem Bau oder im Bergwerk, beim Friseur oder im Kindergarten? Ist es denn nicht so, dass jeder Mensch ungleich ist? Egal ob Männer oder Frauen, jeder Einzelne hat bestimmte Begabungen und Fähigkeiten, körperliche Merkmale, Eigenschaften und Interessen.

Frauen bekommen von der Natur aus die Kinder und sorgen so für unseren Fortbestand. Egal ob Männer oder Frauen, jeder sollte nach seinen Neigungen und Fähigkeiten gefördert und auch gefordert werden. Nicht umsonst gab das statistische Bundesamt im Dezember letzten Jahres bekannt, dass die klassische Rollenverteilung im Beruf trotz aller entgegengesetzten Bemühungen erhalten geblieben ist. Anscheinend gehen solche Erhebungen an den politisch Verantwortlichen vorbei.

Siehe dazu auch:

Kein „Gendermainstream“ im Erwerbsleben – Klassische Rollenverteilung im Beruf bleibt erhalten

Firmen sollen Ausländer einstellen – Wolfgang Böhmer (CDU) unterschreibt Multikulti-Charta

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